Der Baum und die Angst

2017-05-30 10.54.50In dieser Zeit scheint mir die Rückbesinnung auf unsere Werte besonders wichtig. Oder aber wir ergreifen jetzt endlich die Gelegenheit, uns damit wirklich bewusst auseinander-zusetzen. Es ist dafür nie zu spät. Was zählt am Ende wirklich? Was brauchen wir für unser Glück? Worauf können wir verzichten? Eins sollte uns auf jeden Fall heute klar werden. Auf unsere Gesundheit – psychisch und physisch – sollten wir IMMER achten, weil wir ja eben nicht wissen, für welche Situationen wir quasi über Nacht gerüstet sein müssen. Und da ist die Geschichte mit der Angst. In der Schule bin ich fast dauernd mit diffusen Ängsten konfrontiert. Ängste – vor Referaten, Tests, Schularbeiten, Prüfungen, Schulwechsel, Versagen, davor, den Eltern nicht gerecht zu werden – , die aus meiner Sicht nicht vorkommen dürften. Weil ALLE Pädagogen, wie auch Eltern, ALLES daran setzten sollten, Ängste schnell zu erkennen und bestmögliche Unterstützung zu bieten. In den letzten Tagen war ich im Schulbetrieb mit konkreten Ängsten konfrontiert. Hätte ich mich den meinen in den letzten Jahren nicht so intensiv gestellt (stellen müssen), wäre ich jetzt heillos überfordert. Jetzt ist es auch an der Zeit, uns damit zu beschäftigen, ob uns unsere Ängste im Griff haben oder wir sie. Denn Angst ist legitim und lebensnotwendig. Doch sie kann letztlich auch das Leben kosten. Und gerade im Umgang mit Kindern sollten wir uns als Erwachsene GANZ KLAR darüber sein, welche Werte wir jetzt vorleben. Jeder kann etwas gegen seine Ängste tun. Jeder! Viele meiner Schüler wissen das schon aus meinen Meditationen und Atemübungen, die ich regelmäßig in meine Schulstunden und Beratungen einbaue. Wenn wir sagen, dass die Angst uns fest im Griff hat, sollten wir zu einem Baum gehen, uns ganz fest an ihn klammern und dabei laut schreien: „Lass mich endlich los!“. Er kann uns nicht festhalten. Wir sind es, die festhalten oder loslassen. So ist es auch mit der Angst. Möge das Lächeln auf unseren Lippen nie dauerhaft verschwinden und der Humor nichts von seiner so wundervollen Macht verlieren!

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