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Die Magie der Vergebung

Es gibt keinen einzigen Grund, uns nicht in Verzeihung zu üben. Keinen einzigen Grund. Mag das manchmal auch noch so hart erscheinen. Solange wir nicht verzeihen, sind wir selbst es, die die glühenden Kohlen in der Hand halten. Wir sind es, die uns weiterhin damit unaufhörlich verletzen. Meist unbewusst. Der andere muss sein Los am Ende des Tages ohnehin annehmen. Er hält seine eigenen Kohlen fest. Meist unbewusst. Besser ist es, wir legen die Kohlen ab. Auf den Boden. Dahin, wo sie keinen Schaden mehr anrichten können. Und tatsächlich hilft ein Vergebungs-Ritual – wie z.B. ein Feuer anzünden. Es hilft, den anderen loszulassen. Nur dann hat er eine Chance, sich zu verändern. Vielleicht kommt er dann auch verwandelt wieder. Vielleicht auch nicht.

Es gibt keinen einzigen Grund, uns nicht in Verzeihung zu üben. Keinen einzigen Grund.

FACE – EVERYTHING – AND – RISE

Keep your feed off the ground

Ohne dass wir uns selbst bewegen und unsere Füße vom Boden abheben, kommen wir nicht weiter. Wir bleiben immer nur auf unserem jeweiligen Standpunkt. Und der Radius des Kreises um den Standpunkt ist je nach Größe des Punktes wohl nicht sehr groß. Da gibt es dann auch nicht wirklich eine Komfortzone, in der und aus der wir uns rausbewegen könnten. Alles außerhalb des geliebten Standpunktes scheint feindlich. Doch nur zuerst. Nur während der ersten Schritte. Wir sollten uns trotzdem trauen, weitergehen, über uns hinauswachsen und uns entwickeln. Einen Schritt nach dem anderen. Glückliches Leben spielt sich für mich ganz klar außerhalb der Komfortzone ab. Das ist nicht immer bequem. Steht ja auch nirgends, dass ein glückliches Leben bequem zu sein hat. Dafür ist es aber aufregend, abenteuerlich und immer wieder sehr lustig. Außerhalb dieser vielzitierten Komfortzone treffen wir dann auch oftmals Menschen, mit denen wir schier auf Anhieb verbunden sind. Je weiter wir unsere Füße abheben und den Weg des Bewusstseins weitergehen, um so mehr. Menschen, die uns Mut machen und uns in unserem Vertrauen in das Leben und in uns selbst stärken. In tieferen Gesprächen kommen wir manchmal erst im Nachhinein drauf, warum wir so verbunden sind.

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Mehr Lichter

„I believe the children are our futureTeach them well and let them lead the wayShow them all the beauty they possess insideGive them a sense of pride to make it easierLet the children’s laughter remind us how we used to be“ Whitney Houston – The greatest love of all

Meine größte Freude ist es, Menschen ein Licht auf ihrem Weg sein zu dürfen. Sie zu ermutigen, dass es sich auszahlt, sich aufzumachen, mit destruktiven Mustern aufzuräumen und stattdessen die eigenen Potentiale zu entdecken und zu entfalten. Sich aufzumachen, das zu finden, was in ihnen steckt und was sie begeistert. Wer ein Warum zum Leben hat, der nimmt für seine Ziele und Visionen auch Durststrecken in Kauf. Der nimmt auch in Kauf, zwischendurch auch abgelehnt, kritisiert und denunziert zu werden. Solche Menschen stehen immer wieder auf und lernen aus ihren eigenen Fehlern genauso wie aus den Fehlern der anderen. Diese Welt hat Persönlichkeiten nötig, die für ihre Werte einstehen, die beharrlich ihre Träume verwirklichen und die andere mit ihrer Motivation anstecken. Diese Welt hat starke Persönlichkeiten nötig, die allem Leben mit Wertschätzung, Respekt und Liebe begegnen. Diese Welt braucht viel mehr Träumer, die das Leben nicht immer allzu ernst nehmen und die auch über sich selbst lachen können. Die zusammenhelfen, um gemeinsam an kreativen Lösungen zu arbeiten. Lösungen, die Menschen zu sich selbst, zueinander und zur Natur bringen. Diese Welt hat viel nötig. Jedes einzelne Licht ist eines mehr. Jedes einzelne Licht erhellt das Dunkel, das unsere Welt schon länger umgibt.

Let it shine

Gute Fragen – gute Antworten – gute Fragen – …

„Das gesamte Leben lang ist es überaus entscheidend, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen.“ Karl Edy

Lange Zeit in meinem Leben habe ich keine Fragen gestellt. Bei Unklarheiten hatte ich meist schnell mein eigenes Bild. Mich sehr oft damit in Schweigen gehüllt. Gute Antworten sind mir währenddessen nicht zugeflogen. Wie auch? Dafür aber immer nur noch mehr Unklarheit.

Wir bekommen im Leben immer nur gute Antworten, wenn wir gute und klare Fragen stellen. Zumindest haben wir dann eine reelle Chance darauf. Selbst wenn wir keine Antwort bekommen, ist dies eine sehr wichtige Erkenntnis für unser Bewusstwerden. Auf manche Fragen gibt es nämlich gar keine Antworten. Das ist so. Menschen, die glücklich leben, sind flexibel, kreativ und mutig. Sie stellen stets neue Fragen und nehmen sich selbst und das Leben nicht immer ganz so ernst.

Das Leben ist der Fluss. Wir sind die Schwimmer. Wenn wir uns selbst und den Fluss immer besser kennenlernen wollen, brauchen wir Antworten. Das schafft Klarheit. Und in klaren Gewässern sehen wir mehr und weiter.

Das Herz und der Fluss

„Unser Herz sieht immer mehr als unsere Augen, je bewusster wir werden.“ Petra Herzog

Das kann auch bedeuten, dass es unbequem wird. Für uns selbst und vielleicht auch für andere. Doch niemand hat je gesagt, dass das Leben bequem zu sein hat.
Das Leben ist der Fluss.
Wir sind die Schwimmer.
Wenn wir bei der Geburt – ich glaube schon davor – hineingesetzt werden, hat niemand eine Ahnung, was der Fluss bringt… Hitze. Eiseskälte. Stromschnellen. Gefährliche Untiefen. Felsen. Wasserfälle. Hungrige Raubtiere. Giftige Chemikalien. Staudämme. Teufel in menschlichen Körpern. Ruhige Gewässer…
Bei jeder Gelegenheit können wir uns betäuben, auf sicheren vorgegebenen Routen mit Booten mitfahren oder uns rausziehen lassen.
Können wir. In aus meiner Sicht sehr wenigen Fällen macht das zwischendurch auch Sinn.
Wir können aber auch JEDE GELEGENHEIT NUTZEN, UM BESSERE SCHWIMMER ZU WERDEN. Auf große Lehrer hören. Guten Beispielen folgen. Uns in Geduld, Beharrlichkeit und Ausdauer üben. Und wir können stets MEHR UND MEHR ÜBER DEN FLUSS LERNEN.
Können wir.
Macht Sinn.
Und das können wir auch schon unseren Kindern lehren.
Dann kommt mehr Bewusstsein in diese Welt.
Dann wird diese Welt zu einem besseren Ort. Und das Leben spannend.

Sehr spannend. 

Der Lehrer und die Tür

„Teachers open the door. But you must enter by yourself.“ Chinesisches Sprichwort.

Ein guter Lehrer ist streng und sehr achtsam. Er ist einfühlsam und handelt aus klaren Gedanken und tiefstem Herzen. Er übernimmt Verantwortung für sich und sein Tun oder Lassen. Oftmals ist es notwendig einem Schüler die Tür zu öffnen und ihn durchzubegleiten. Manchmal reicht ein Zeigen. Im Lauf des Lebens kommen wir zu mehreren Türen. Manchmal akzeptieren wir eine verschlossene Tür und bleiben. Doch die Türen sind da, solange wir leben. Wir werden sie immer sehen. Mein größter Mentor und Lehrer hat mein Wesen erkannt, als ich selbst noch keinen Zugriff darauf hatte. Die Anweisung war dann ungefähr so wie ich in dieser Metapher beschreibe: „Irgendwo in dieser oder dieser Richtung ist eine Tür. Du wirst sie fast nicht erkennen in der Umgebung. Sie wird mit Brettern vernagelt sein. Vielleicht auch zugemauert. Dahinter ist sie zugesperrt. Der Schlüssel liegt im entfernten Wald unter einem ganz bestimmten Baum begraben. Wenn du sie aufgesperrt hast, wirst du viel Kraft brauchen, sie aufzumachen. Dann findest du weitere Türen vor. Auch diese sind ungefähr so beschaffen. Doch wenn du alles schon bei dieser einen ersten Tür wirklich verstanden hast, ist es ein Leichtes, auch die anderen zu öffnen. „Zwischendurch hatte ich sehr negative Gefühle. Zwischendurch bin ich durch eine alte offene Tür zurückgegangen. Bis ich erkannt habe, dass ich diese Tür finden muss. Dass das ein Auftrag ist. Ich habe mich entschieden. Mit Haut und Haar. Habe alles getan und gelassen, um jeden Tag eine bessere Version meiner selbst zu werden. Und während ich unterwegs war, die Tür und dann den Schlüssel zu finden, hatte ich so unglaublich wertvolle Begegnungen und Inspirationen. Und schier Unmengen Hilfestellungen. Es war so lustig. Ich habe meinen Humor wiederentdeckt. Und meine Leichtigkeit. Den Spaß und die Freude. Und es geht weiter. Es geht immer weiter…Jedem wünsche ich so strenge, achtsame und einfühlsame Lehrer. Und jedem wünsche ich, dass er den Lehrer schnell als diesen erkennt, wenn er erscheint. Und dass er ihn nicht verteufelt und wegschickt. Denn bequem ist das nicht, was er sagt, tut und nicht tut. Übrigens auch nicht für ihn. Ein guter Lehrer hört niemals auf, Schüler zu sein. Steht es irgendwo, dass das Leben bequem zu sein hat? Aber ausgeh’n tut es sich schon. Es geht sich immer alles aus. Mal früher. Mal später.

„Ich bin okay! Du bist okay!“ ist die einzige Lebensanschauung mit der wir ein glückliches gelingendes Leben leben können. Im besten Fall kommen wir aus einem Elternhaus, in dem uns diese Vision vermittelt wurde. Falls nicht, ist es ein großes Privileg, für unser Leben Umstände vorzufinden, unter denen wir uns mit uns selbst beschäftigen können. Während der vielen künstlich geschürten und vorsätzlich geführten Kriege geht es oft nur ums Überleben. Da ist ganz zufällig für Bewusstwerden keine Zeit und kein Raum. Denn es ist möglich, von den Lebensanschauungen „Ich bin nicht okay! Du bist nicht okay!“, „Ich bin nicht okay! Du bist okay!“ und „Ich bin okay! Du bist nicht okay!“ wegzukommen. Mitunter braucht es Mut und ein wenig Anstrengung. Gelassenheit und Beharrlichkeit. Aber wir dürfen nie vergessen, dass wir alle einer Menschheitsfamilie angehören. Einer Menschheitsfamilie, in der du okay bist und ich auch. Die Liebe ist stärker. Das Licht erhellt jedes Dunkel.

Über Dämonen

Ich habe heute ein Statement gelesen. Sinngemäß stand darin, dass die stärksten Menschen sich immer Zeit nehmen, anderen zu helfen. Sie tun dies auch, wenn sie selbst gerade mit ihren eigenen Dämonen kämpfen. So sehe ich das persönlich nicht! Gar nicht! Denn da liegt für mich genau der „Hund begraben“. Um Menschen wirklich nachhaltig helfen zu können, muss man „aufgeräumt“ sein. Mein Freund sagt dazu auch „durchlässig“. Man muss mit seinen eigenen Dämonen reinen Tisch gemacht haben. „Müssen“ verwende ich gar nicht gerne und wirklich selten. In diesem Zusammenhang habe ich keinen anderen Begriff. „ES“ sagt mir: „Das ist so ziemlich das Schwierigste im Leben. Mit deinen eigenen Dämonen aufzuräumen. Aber es ist NOT-wendig!!!“ Das dauert mitunter eine ganze Weile. Zwischendurch kann das auch sehr an die Substanz gehen. Viele helfen anderen, um (hoffentlich meist unbewusst!!!) sich von ihren eigenen Dämonen abzulenken. Das Blöde (unbewusst Böse???) dabei ist, die Dämonen wandern dann von einem zum anderen… Besonders in Familien ist das gut zu beobachten. Bis einer die Kette unterbricht. Ich hatte diese Erkenntnis durch meine so großartigen Söhne. Sie haben mich immer nur gespiegelt. Immer nur gespiegelt. Mich und mein Leid. Mich und meine bewussten und unbewussten Traumen. Bis ich aufgeräumt habe. Sie dürfen sich nun in mir spiegeln, so sie wollen. Wenn sich heute einmal ein Dämon bei mir meldet, ziehe ich mich zurück und kläre die Dinge mit ihm, bevor ich mich selbst wieder auf Menschen loslasse. Und das ist ein liebevoller Rat an alle, die wirklich helfen wollen. Die helfen wollen, dass diese Welt sich zum Besseren verändert. Notwendig ist das allemal!

Das Wesen

Wenn wir das WESEN eines Menschen lieben und wertschätzen, wird uns eine andere Meinung nicht von ihm entfernen. Doch für diese Erkenntnis müssen wir uns auf den Menschen ganz einlassen und lange davor schon auf uns selbst. Das Wesen wird für mich im CHARAKTER und in der HALTUNG sichtbar. Bei so manchen eben erst in einer Krise, einer HERAUSfordernden Zeit. Diese stellt dann wiederum eine gute Chance dar, um Menschen WIRKLICH kennenzulernen. Dann entscheidet oft ohnehin das Leben, wer geht und wer bleibt. Auch ich hatte im Leben schon oft die Erkenntnis „Dieses Wesen (er)kenn ich nicht (mehr)!“ Manchmal war das sogar mein EIGENES. Heute weiß ich, dass das immer gut war. Alles hat seine Zeit und nichts existiert unabhängig. Wesen, die gehen, haben ja so auch die Chance, wieder neue kennenzulernen und WESENtliche Dinge zu verändern. Oder eben auch nicht. Unterschiedliche Meinungen ermöglichen ja überhaupt erst einen Diskurs. In einem Diskurs muss keiner gewinnen, kann keiner recht haben. Er sorgt „nur“ für gegenseitiges WACHSTUM. Ich werde am Du zum Ich. Wir sollten stets aufs Neue reflektieren, wer wir sind. Und wir sollten SEHR WEISE entscheiden, WER wir WERDEN WOLLEN.

Der Räuber und die Kultur

„Cultura cura, die Kultur kultiviert. Wenn eine Kultur als Heiler funktioniert, lernen ihre Bürger, Mißstände zu heilen; sie überbrücken auftauchende Differenzen, sie reparieren eher, als daß sie vernichten, sie sorgen dafür, daß die Menschenwürde aller Familienmitglieder intakt bleibt und daß Minoritäten einsichtsvoll eingegliedert werden. In einer Kultur, die vom Räuber regiert wird, kann weder etwas Neues geboren werden, noch kann das Alte sterben, denn die Psyche der Bürger wird von Angst und Mißtrauen gelähmt.“ Clarissa Pinkola Estés, Die Wolfsfrau. Anstatt den Räuber im Außen zu suchen, ihn in uns zu verneinen oder vor ihm zu fliehen, sollten wir uns ihm stellen. Wir dürfen keine Gedanken erlauben, die uns von unserem Ursprung abschneiden und schon gar keine, die unser Selbstwertgefühl mindern oder es im Keim ersticken. Wenn also der Räuber in uns sagt: „Du bringst aber auch nichts, was du anfängst, zu Ende.“, so müssen wir ihm entgegenhalten: „Die Wahrheit ist, daß ich alle möglichen Dinge zur Vollendung bringe.“ Sobald wir verstanden haben, dass nur wir es sind, die dem Räuber in uns immer wieder mit Energie beliefern, können wir das ändern. Wir können dann ganz bewusst unsere Mitwirkung kündigen. Dann kann er sein Spiel nicht mehr treiben. Er ist dann dennoch da. Doch wir sind nun in der Lage, seine Dienste konstruktiv zu nutzen und seine Fähigkeiten für uns einzusetzen, wenn wir sie brauchen. Oftmals ist eine „räuberische Distanziertheit“ von großem Nutzen. Wir können Geschehnisse aus einer sicheren Entfernung im Stillen betrachten, analysieren und glasklar die Hintergründe und Absichten durchschauen. Und wenn wir das beharrlich immer wieder üben, dann können uns Räuber im Außen nicht mehr in unseren Grundfesten erschüttern.