Wir können unsere Terminkalender auch so betrachten:
„Aha. Das und das schenkt mir das Leben heute. Und das und das verlangt es von mir.“
Das Leben ist unser Gegenüber.
Wenn wir uns fragen, ob wir das Leben haben oder ob das Leben uns hat, dann hat das Leben entschieden uns. Und trotzdem können auch wir uns dem Leben gegenüberstellen. Wir sind das Leben. Das Leben lebt uns. Wir sind im Dialog mit dem Leben.
Wir müssen immer hinhorchen. Wir können auch unseren ganz eigenen Weg gehen, einfach taub und schlafwandlerisch. Das ist auch möglich, wenn auch mitunter sehr leidvoll.
Das gesunde Menschenleben ist, dass wir hinhorchen: „Was will das Leben jetzt von mir?“ und dies dann tun. Aber immer auch zugleich: „Was schenkt mir jetzt das Leben?“
Das Leben schenkt uns in jedem Augenblick so viel mehr, als wir erwarten oder erwarten dürften.
Inspiration: Bruder David Steindl-Rast

