Wer bin ich (geworden)?

Ich habe gestern bei Stephen R. Covey einen Satz gehört: „Ich höre, was du bist und nicht, was du sagst.“ Das kann sehr positiv sein, wenn jemand zum Beispiel sagt, er sei okay, wir ihm das aber nicht abkaufen und achtsam helfen. Es kann aber auch sein, dass wir in Gesprächen sehr darauf fixiert sind, was wir über Menschen zu wissen glauben. Wir machen uns quasi ein Bild von anderen auf Basis unserer eigenen eingebrannten Glaubenssätze. So sind wir taub für das, was ein Mensch wirklich sagt. Erst wenn wir uns auf Menschen wertschätzend einlassen und uns selbst zurücknehmen, haben wir eine Chance, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Verbindungen herzustellen. Es ist nur vermeintlich einfach „Der ist halt so.“ „So sind die Leute.“ „Erzähl mir nichts über die.“… zu sagen.

Viel besser wäre: „Ich höre dir achtsam zu und will erfahren wer du (geworden) bist.“ Denn allein dadurch erfahren wir, wer wir selbst (geworden) sind über die Zeit.“

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