Außerhalb unserer Rollen …

Ich habe bei einer Tagung eine beeindruckende Frau kennengelernt. Sie meinte, wir wären uns quasi sofort auf Herzensebene begegnet, nicht in unseren Rollen. Je mehr wir bei uns selbst ankommen, wir wissen, was uns ausmacht, umso mehr fällt uns auf, dass viele Menschen ihre Rollen nicht verlassen können. Manche sind sogar vollkommen mit einer Rolle identifiziert. Dabei ist eine Rolle nur wie eine Verkleidung. Oder eben auch ein undurchdringliches Schutzschild. Die Rolle als Ehemann, Polizistin, Kindergärtner, Ärztin, Mutter, Straßenarbeiter, Koch, Chef, Lehrerin, … Es ist schon gut, wenn wir Rollen liebevoll, perfekt und professionell ausfüllen können. Und dennoch ist es ungemein wichtig und gesund, sie auch bewusst ablegen zu können -zumindest zeitweise-, um ganz wir selbst zu sein. Mit offenen Augen. Um zu erkennen, wem wir (auch) auf Herzensebene begegnen können. Wenn wir uns selbst öffnen, öffnen sich auch (immer mehr) Menschen in unserem Umfeld. Nichts existiert unabhängig. Alles ist mit allem verbunden.

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