„Wir sind nie auf das vorbereitet, was wir erwarten.“ Aus: Der große Trip – Wild. Auch wenn wir verstandesmäßig etwas kommen sehen, können wir nie vorausplanen, wie wir uns im Fall des Falles fühlen. So ist das Leben. Das einzige, was immer beständig ist, ist der Wandel. Aber: „Wir können uns darauf vorbereiten, dass wir (eventuell) auch unvorbereitet sind.“ Wie das geht? Wenn wir täglich üben, quasi auf Knopfdruck, innere Ruhe herzustellen, und dabei lernen, die eigenen Gedanken zu lenken. Beides sind Grundlagen dafür, dass wir unsere Gefühle steuern können und uns nicht von ihnen im Blindflug steuern lassen. Fazit: Wir können uns darauf vorbereiten, dass wir nie (exakt) darauf vorbereitet sind, was wir erwarten.
Autor: herzogpetra
Von Seifenblasen und Golfbällen
In einem Vortrag von Daniela Blickhan, Expertin für Positive Psychologie, habe ich die Seifenblasenmetapher kennengelernt. Wenn wir positive Momente bewusst wahrnehmen, erzeugt das in uns positive Gefühle. Diese schweben so langsam wie Seifenblasen ein und sind zerbrechlich. Wir brauchen sie aber dringend für unser persönliches Wachstum. Schießt ein Golfball quer -Misserfolg, Fehler, Streit, Stau, Notfälle,…, zack, sind die Seifenblasen weg. Auch diese unangenehmen „Golfballgefühle“ brauchen wir, quasi als Überlebenstraining. Kurzfristig. So wie der Golfball schnell weiterfliegt, sollten wir rasch lernen und uns wieder den Seifenblasen zuwenden, sie größer machen und miteinander verschmelzen lassen. Worüber hast du dich heute schon gefreut? Was war dein Beitrag dazu?
Tipp: Radio Vorarlberg – Podcast – ORF Sound https://share.google/B9QC99lqDBxqOrzIQ
Von der Ruhe und der Energie…
Um gut mit den eigenen Ressourcen haushalten zu können, müssen wir zuerst einmal wissen, wie viele wir (noch) zur Verfügung haben. Über den Ladezustand unseres Handy-Akkus sind wir meist besser informiert als über unseren eigenen. Dieses Wissen, dieses Selbstgewahrsein, macht aber den entscheidenden Unterschied. Stress ist kein Problem, sondern eine angeborene körperliche Reaktion zur Energiebereitstellung. Stress wird aber zu einem Problem, wenn wir wiederholt über unsere Grenzen gehen. Wenn wir, obwohl unser Akku schon zur Neige geht, ohne Rücksicht auf Verluste im Funktionsmodus „weiterstraucheln“. Schön blöd eigentlich. Und unverantwortlich. Denn der Körper zieht in dem Fall Energie vom Gehirn und aus dem Immunsystem. Das öffnet Krankheiten Tür und Tor. Also besser regelmäßig den eigenen Ladezustand checken und Entspannung, Ruhe und Zeiten der Regeneration bewusst im Leben verankern.
Prosit Neujahr
Laut chinesischer Astrologie steht 2026 im Zeichen des Feuer-Pferdes (丙午 – Bing Wu). Zuletzt 1966. Das Feuer schenkt uns Wärme, Begeisterung und Mut für neue Wege. Die Herausforderung dabei: das Pferd steht auch für Risiko und große Veränderungen in einem Spannungsfeld zwischen Aufbruch und Unruhe. Wo viel Energie ist, braucht es Balance und Bewusstsein. Ich wünsche dir, dass du das Feuer achtsam nutzt, damit es dir Kraft und Inspiration schenkt, um Chancen zu sehen, sie auch zu ergreifen und dich persönlich weiterzuentwickeln. Hin zu inneren Frieden, täglicher Freude, gelingenden Beziehungen, Erfolg und Gesundheit.
Verbunden_Sein
Workshop „In Resonanz gehen – Resilienz stärken“ – Psychosoziale Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen: „Resonanz“ ist ein akustisch-physikalischer Begriff. Sie entsteht, wenn durch die Schwingung des einen Körpers die Eigenfrequenz des anderen angeregt wird. Schulen sind Resonanzräume. Hier könn(t)en Schüler*innen und Lehrende voneinander und von vielfältigen Themen berührt und ermutigt werden. „Erst die Überwindung der alltäglichen Entfremdung erzeugt Resonanzen – und damit ein Verbundensein mit der Welt.“ Hartmut Rosa. Das Gefühl des Verbundenseins gibt Sicherheit und Vertrauen und stellt unsere „Empfangsfrequenz“ auf inneren Frieden, Freude und wertschätzende Beziehungen ein. Drei gute Voraussetzungen für ein glückliches, gelingendes, gesundes Leben.
Außerhalb unserer Rollen …
Ich habe bei einer Tagung eine beeindruckende Frau kennengelernt. Sie meinte, wir wären uns quasi sofort auf Herzensebene begegnet, nicht in unseren Rollen. Je mehr wir bei uns selbst ankommen, wir wissen, was uns ausmacht, umso mehr fällt uns auf, dass viele Menschen ihre Rollen nicht verlassen können. Manche sind sogar vollkommen mit einer Rolle identifiziert. Dabei ist eine Rolle nur wie eine Verkleidung. Oder eben auch ein undurchdringliches Schutzschild. Die Rolle als Ehemann, Polizistin, Kindergärtner, Ärztin, Mutter, Straßenarbeiter, Koch, Chef, Lehrerin, … Es ist schon gut, wenn wir Rollen liebevoll, perfekt und professionell ausfüllen können. Und dennoch ist es ungemein wichtig und gesund, sie auch bewusst ablegen zu können -zumindest zeitweise-, um ganz wir selbst zu sein. Mit offenen Augen. Um zu erkennen, wem wir (auch) auf Herzensebene begegnen können. Wenn wir uns selbst öffnen, öffnen sich auch (immer mehr) Menschen in unserem Umfeld. Nichts existiert unabhängig. Alles ist mit allem verbunden.
Wer die Jugend fördert …
„Wer die Jugend verliert, verliert die Zukunft.“ Sabine Vilim. Es braucht ein großes Maß an Willen, Geduld, Klarheit und Selbstreflexion, um die Beziehung zu Jugendlichen zu halten. Und es braucht dafür nicht nur einen Menschen sondern ein Netzwerk aus bewussten Erwachsenen, gerade wenn es schwierig ist. Das Thema „mit der Jugend“ gibt es wohl schon seit Jahrtausenden. Doch die Jugend in der Social Media Welt gibt es erst seit kurzem. Und ganz ehrlich? Was braucht es, um Jugendliche nicht in diesem virtuellen Influencer-Dschungel zu verlieren? Dafür haben wir überhaupt noch keinen Plan. In dieser schnellen Entwicklung können wir immer weniger berechnen. Also braucht es einen Balanceakt, in dem wir uns alle gegenseitig unterstützen müssen, so er gelingen soll. Denn: „Wer die Jugend fördert, gestaltet die Zukunft.“
Was sind deine Erfahrungsregeln?
Im Buch „Das Chimp Paradox“ bin ich auf 3 „Wahrheiten des Lebens“ gestoßen:
1. Das Leben ist nicht fair.
2. Die Ziellinie wandert.
3. Es gibt keine Garantie.
Da kann ich nur applaudieren. Uns allen, die wir bei all den Irrungen und Wirrungen des Lebens den Humor und die Freude nicht verlieren. Und dadurch beides vielleicht in anderen wieder entfachen.
Lesen lehrt…
Ich bin mir nicht sicher, ob vor einigen Jahren mehr Menschen gelesen haben als jetzt. Und Lesen ist ja nicht gleich Lesen. Ich habe mir die vielen kleinen -meist gelben- Reclam-Hefte aus dem gymnasialen Deutschunterricht immer noch aufgehoben. Vielleicht lese ich sie irgendwann noch einmal, um auch zu verstehen, was die Autoren mit den vielen -viel zu kleinen- Buchstaben ausdrücken wollten. Damals hatte ich aus heutiger Sicht keine Chance dazu, was mich vom Lesen eher entfernt hat, als dass es mir näher gebracht wurde. Ich hoffe, das hat sich heute in Schulen verändert?! Ich wünsche mir das von Herzen. Denn: Lesen lehrt. Lesen lehrt Geduld. Lesen lehrt Beharrlichkeit. Lesen lehrt Kreativität. Lesen lehrt Vorstellungskraft. Lesen lehrt Reflexionsvermögen. Lesen lehrt Meinungsbildung. Lesen lehrt Stille. Lesen lehrt Ruhe. Lesen lehrt Verbindung. Lesen lehrt Kommunikation. Lesen lehrt …
In vielen Büchern finden wir verdichtete Weisheit. Wenn wir das als Menschheit endlich kapieren würden, würden wir viele schwerwiegende Fehler nicht immer und immer wieder und … wiederholen.
Vom Schatz und vom Vertrauen
»Es gibt ja zwei Arten von Vertrauen, das eine ist das Vertrauen „das wird schon irgendwie gut gehen“. Aber es gibt ein anderes Vertrauen, dass die Dinge letztendlich gut sind, egal ob sie gut gehen.« Dieser Satz von Thomas Steininger hat mich heute sehr inspiriert. Außerdem war er zufällig passend zur heutigen Taufe. In der Kirche sitzend, Lieder und Texte hörend habe ich mein Leben und das Leben meiner Kinder seit der Taufe reflektiert.
„Vergiss nicht, dass dein Herz dort ist, wo auch dein Schatz liegt. Und dass dein Schatz entdeckt werden muss, damit all das, was du auf dem Weg entdeckt hast, einen Sinn ergibt.“ Paulo Coelho, Der Alchimist
Manches ergibt für mich immer noch keinen Sinn. Doch auch das wird wohl gut sein. Es gibt offenbar noch Vieles zu entdecken.
Und das ein ganzes Leben lang.










