Fake it till you become it

„Winzige Änderungen können Großes bewirken“. frei übersetzt nach Amy Cuddy

Was heißt das? Wenn ich mehr Spaß in meinem Leben haben will, dann umgebe ich mich mit Menschen, die nicht immer alles allzu ernst nehmen und gerne spielen und lachen.

„Not fake it till you make it. Fake it till you become it!“

Wir können unser Gehirn also im wahrsten Sinne des Wortes täuschen. Dann wenn wir unsere Körperhaltung und unser Verhalten so verändern, wie wir das gerne haben, wie bzw. wer wir gerne sein möchten. Also so lange lustig und voll Freude sein – selbst wenn wir gar nicht dazu in der Stimmung sind -, bis wir ein lustiger und freudvoller Mensch geworden sind.

Das setzt Bewusstsein voraus.

Dieses Bewusstsein können wir entwickeln.

Jeder Tag bietet dafür Unmengen neue Chancen.

Systemveränderung

Wir Menschen beeinflussen uns stets gegenseitig. Durch den Wechsel von Geben und Bekommen geschieht ein Ausgleich. Beziehungen, die immer wieder ausgeglichen sind, bilden die Basis für Wertschätzung. Wertschätzung braucht es wiederum, um andere zu ermutigen und Verantwortung zu übernehmen und zuzutrauen. Auch um zu verzeihen. Diese Haltung legt den Fokus auf das Positive, auf das, was heil ist und sich entwickeln kann. Realistisch und klar.

Immer nur gemeinsam können wir Systeme verändern. Schritt für Schritt für Schritt. Davor müssen wir allerdings unsere Herzen und eingeübten Denkweisen öffnen und bereit sein, uns selbst zu reflektieren. Ja… wollen müssen wir natürlich auch. Und dranbleiben. Und den Humor nicht verlieren.

Vom Gleichmut

„Mentales Training ist eines der wirksamsten geistigen Werkzeuge. Es genügt aber nicht, wenn wir es kennen oder haben und es nicht benützen.“ Kurt Tepperwein

Immer wieder komme ich in meinen Kursen und Seminaren zum selben Thema. Wenn wir es schaffen, uns selbst gut zu führen, bedeutet das, auch unter herausforderndsten Umständen den Überblick zu behalten. Und uns dadurch immer weiter zu entwickeln. Bewusst. Also nicht nur im Außen selbst im größten Tumult ruhig und überlegt zu wirken, sondern dabei auch innen gelassen und gleichmütig zu bleiben. Wir gehen uns sozusagen nicht selbst „auf den Leim“. Und werden auch nicht „hilflose Opfer der Umstände“. Manchmal im Leben fragen wir uns: „Wieso gerate ich immer wieder in ähnliche Situationen, in denen ich mich nicht gut fühle?“ Ein anderes Mal vielleicht: „Wieso passiert dieser ungerechte Sch* immer mir?“ Wie wir es auch drehen oder wenden, über Verantwortung übernehmen und Selbstwirksamkeit erfahren kommen wir nicht herum. Dann nicht, wenn wir mehr Leichtigkeit in unser Leben bringen wollen.

Am Abgrund

„Die Schönheit liegt am Abgrund des Scheiterns.“ Nikolaus Harnoncourt

Mit den Jahren trauen wir uns (wieder) immer mehr dahin.

An den Abgrund.

Scheitern?

Dahin, wo wir nicht sicher sind.

Was ist wirklich sicher? Nichts.

Immer mehr überleben wir.

Wir leben auf.

Leicht(er). Lebendig(er). Gescheiter. Mutiger.

Wir zerbrechen in Stücke.

Lassen weg, was wir nicht mehr gebrauchen.

Und sortieren uns neu. Immer wieder.

Damit sind wir Beispiel für andere. Das sollten wir nie vergessen.

Alles, was wir tun und lassen, hat eine Auswirkung.

Alles ohne Ausnahme. Ohne eine einzige Ausnahme.

Die Macht unserer Aufmerksamkeit

Es macht einen Unterschied, was wir tun.

Unsere Einstellung verändert die Welt.

Mit unserer Aufmerksamkeit lenken wir unsere Energie. Das, wovor wir uns fürchten, kommt immer wieder in unser Leben. Das, worauf wir uns freuen, auch.

So können wir unser ganzes Leben mit unserer Aufmerksamkeit lenken.

Es lohnt sich wirklich, das auszuprobieren! Jeder Tag ist dafür eine neue Chance.

Wenn wir ständig unsere Fähigkeiten Aufmerksamkeit und Präsenz weiterentwickeln, werden wir nach einiger Zeit nicht schlecht staunen, wie sehr sich unsere Beziehungen verbessern.

Bessere Beziehungen verändern die Welt.

So können wir die Welt allein durch unsere Beziehungen in eine heilere transformieren. Jede und jeder einzelne von uns kann das tun.

“The power of attention is the real superpower of our age. Attention, aligned with intention, can make mountains move.” Otto Scharmer

WIR

In Gesprächen, in denen sich Menschen aus den verschiedensten Gründen über irgendeine Tatsache aufregen, höre ich wiederholt: „Die anderen!“ „Das System!“ „Die meisten!“ „Die Leute!“ usw.

Diesbezüglich bin ich heute in einem sehr inspirierenden Projektmeeting auf einen Input gestoßen:

„Die Theory U nach Otto Scharmer lässt sich in 3 Sätzen zusammenfassen:

– Man kann ein System nicht verstehen, wenn man es nicht verändert (Kurt Lewin).

– Man kann ein System nicht verändern, wenn sich das Bewusstsein der/des Einzelnen nicht verändert.

– Bewusstsein kann sich nicht verändern, wenn man ein System nicht als Ganzes betrachtet und erlebt.“ Quelle: https://theory-u.de/

Besonders den letzten Satz sollten wir uns bewusst machen, so wir etwas zum Besseren verändern wollen. Solange wir von „Ich“ bzw. „Wir“ und „Die anderen“ sprechen, wird es schwierig, gemeinsame Lösungen in unseren Leben zu finden. SINNvolle Lösungen für mehr Leichtigkeit, Zufriedenheit, Glück und Gesundheit.

Was wissen wir?

Was am Ende wirklich zählt ist nicht das, was wir von anderen erwarten, das sie tun sollten, sondern das, was wir selbst tun. Und dabei sollten wir uns nicht zu wichtig nehmen. Die Frage: „Stimmt das, was ich gerade denke?“ ist in diesem Zusammenhang wertvoll. Immer wieder liegen wir komplett falsch mit unserem Wissen und beharren dennoch aus verschiedensten Gründen auf unser Recht haben. Vielleicht zerbrechen sogar Beziehungen dadurch. Unser Gehirn ist ein großartiges Organ, wenn wir es als wertvolles Werkzeug verwenden. Wenn wir in die Falle tappen und zu oft im Autopiloten unterwegs sind, kann das irgendwann schmerzhaft werden. Für uns selbst und unsere Mitmenschen.

Hinterfragen ist wichtig für ein bewusstes Leben.

Immer wieder sollten wir das hinterfragen, was wir denken und zu wissen glauben.

Entscheidungswa(h)l(d)

Wenn sich das Leben wie ein Dickicht anfühlt, bringen wegweisende Entscheidungen wieder Bewegung und Leichtigkeit ins Leben.

Da gibt es Entscheidungen, die wir bewusst selbst treffen. Manche wiederholen wir immer wieder. Manche nie mehr. Manche sind gut, manche vielleicht weniger. Manche Entscheidungen sind heute nicht passend, morgen aber schon und umgekehrt.

Und dann gibt es Entscheidungen, die uns treffen.

Manche hätten wir vielleicht nie gewagt und sind in der Rückschau das Beste, was uns passieren konnte. Manche zwingen uns zu Veränderungen, die wir annehmen oder aber gegen die wir ein ganzen Leben lang ankämpfen können. Unser Fokus bestimmt.

Jeder Mensch darf für sich entscheiden, wie er sein Leben leben möchte. Und er kann voll und ganz Verantwortung übernehmen.

Das Leben stellt die Fragen.

Die Antworten liegen in unserem Aufgabengebiet.

Wir haben die Wahl.

Er aber schlief

„Und siehe, es erhob sich ein großer Sturm auf dem Meere, sodass das Schiff von den Wellen bedeckt ward; er aber schlief.“ Matth.8,24

Angst und Sorgen wähle ich prinzipiell frei aus. Oft ist dieser Gedanke unbequem. Aber dennoch stimmt er für mich.

Wie schnell können sich unsere Gefühlslagen um 180 Grad drehen, wenn wir traurige Nachrichten erhalten oder selbst wie aus dem Nichts vor großen Herausforderungen stehen. Übermäßige unkontrollierte Angst lähmt uns. Sorgen bringen uns keinen Zentimeter weiter. Durch traurige Nachrichten können wir uns selbst stets aufs Neue hinterfragen, wie wir uns anderen gegenüber verhalten, wie wir auf unsere Gedanken, Worte und Taten achten. Nur da können wir etwas verändern. An unserem eigenen Verhalten. Daran, wie wir denken. Was wir sagen. Wir können alles vorbereiten und tun, was in unserer Macht steht. Doch dann sollten wir uns ausruhen und Kraft tanken und uns nicht durch negative Gedanken und Sorgen selbst „zerreißen“.

„Die Leute im Schiff wurden aufgeschreckt und fürchteten sich, umzukommen…er aber schlief…Aber solange wir auf dieser Erde leben, werden die Gefahren auf dem Meere wiederkehren.“ C.H. Spurgeon

Dinge passieren

Sommer in Skiathos, Gedanken Tag 13:

Ich glaube daran, dass uns das Leben genau da hinstellt, wo wir etwas lernen und dadurch am Ende immer mehr Fähigkeiten entwickeln dürfen. Je mehr wir erkennen, dass es in unserem Leben immer nur JETZT – den jetzigen Augenblick – gibt, umso mehr sind wir mit allen Sinnen präsent. Jeder Moment ist einzigartig. Wir erkennen die Menschen vor uns, wir spüren den Wind, wir schmecken das Essen, lenken unsere Gedanken bewusst und begegnen uns selbst und anderen mit Liebe und Wertschätzung. Was nicht bedeutet, mit anderen vollkommen einer Meinung zu sein.

Wie oft habe ich Momente in meinem Leben nicht genutzt, weil ich mit meinen Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft war. Also theoretisch. Denn gewesen bin ich auch damals JETZT. Aber ich hab´s nicht wirklich mitbekommen. Nicht kapiert. Das möchte ich nicht mehr. Dinge passieren sowieso. Es ist, wie es ist. Ich kann mich vorbereiten. Lernen. Wissen und Erfahrungen sammeln. Haltende, echte und ehrliche Beziehungen aufbauen. Dennoch: Dinge passieren sowieso. Es ist, wie es ist. Und: Unser Leben wird, was wir aus ihm machen.