Firmeninterne Kommunikation kann nur gelingen, wenn unsere individuelle interne Kommunikation gelingt. Wenn ich gar nicht weiß, wer in mir aller das Sagen hat, wie soll ich dann meine Stimmen auseinanderhalten? Wen finde ich, wenn ich in mich gehe? Und falls da jemand ist, wie viele? Wer oder was will in mir gehört werden? Welche Stimme habe ich in meiner Kindheit unbewusst übernommen und hindert mich heute die meiste Zeit in meiner persönlichen Entwicklung? Welche Stimme sollte ich lauter drehen? Stimmige Kommunikation ist ein wichtiger Beitrag für Gesundheit. Für die eigene und für die von Unternehmen.
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Vom Ausbrennen…
„…burn out…eine Erscheinung, die nach dem Gefühl der Überforderung, des Versagens oder als Gefühl des Ausgepumptseins auftritt…“
Wir haben die starke Angewohnheit, die Dinge nicht so zu sehen, wie sie sind. Wir sehen sie, wie sie sein sollten. Ständig im Vergleich Ist-Soll. Dies auf Basis unserer Erziehung, Kultur, Erfahrung, die Meinung anderer,… In dem Fall sind wir gefangen in einer Schleife. „Es kann noch perfekter sein.“, „Ich muss noch mehr tun.“ Achtsamkeit hilft, die Dinge dankbar so zu sehen, wie sie sind. Mentaltraining hilft, eingefahrene Gedankenwege zu verlassen und umzubahnen. Um dann das zu tun, was in unserer Macht steht. Beständig. Schritt für Schritt. Außerhalb der Überforderungsschleife. Hinein in ein Leben mit mehr Humor und Leichtigkeit. Mehr Gesundheit folgt dann auf dem Fuß.
Atemzug. Schritt. Besenstrich.
„Jede Situation ist ein Ruf, auf den wir zu horchen, dem wir zu gehorchen haben.“ Viktor Frankl. Wenn wir genau hinhorchen, dann werden wir erkennen, dass in einer Situation meist nicht alles neu für uns ist. Vieles erleben wir mehrmals. Wir dürfen uns erinnern, was an unseren vergangenen Reaktionen gut und zielführend war und was nicht. Und immer wieder gleich und anders agieren.
Bis zur nächsten Situation, in der wir gefragt sind.
„Atemzug. Schritt. Besenstrich.“
Vom erfüllten Leben
Womit ist eigentlich ein erfülltes Leben gefüllt? Ist ein unerfülltes Leben dann leer, wie eine leere Flasche, eine leere Packung. Liegt es dann an uns, es (wieder) aufzufüllen. Und womit? Wir reden oft in Floskeln, über deren Bedeutung wir nicht wirklich Bescheid wissen. Wir kennen meist den Akkustand unserer Smartphones. Doch wie steht es um unser erfülltes Leben? Das ganz eigene Leben. Tag für Tag. Da bedarf es bei den meisten Menschen doch ein wenig Überlegung. Eine Überlegung, die es wert ist. Eine Überlegung, auf die wir Worte und Taten folgen lassen können. Ein Leben lang.
Wer bin ich (geworden)?
Ich habe gestern bei Stephen R. Covey einen Satz gehört: „Ich höre, was du bist und nicht, was du sagst.“ Das kann sehr positiv sein, wenn jemand zum Beispiel sagt, er sei okay, wir ihm das aber nicht abkaufen und achtsam helfen. Es kann aber auch sein, dass wir in Gesprächen sehr darauf fixiert sind, was wir über Menschen zu wissen glauben. Wir machen uns quasi ein Bild von anderen auf Basis unserer eigenen eingebrannten Glaubenssätze. So sind wir taub für das, was ein Mensch wirklich sagt. Erst wenn wir uns auf Menschen wertschätzend einlassen und uns selbst zurücknehmen, haben wir eine Chance, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Verbindungen herzustellen. Es ist nur vermeintlich einfach „Der ist halt so.“ „So sind die Leute.“ „Erzähl mir nichts über die.“… zu sagen.
Viel besser wäre: „Ich höre dir achtsam zu und will erfahren wer du (geworden) bist.“ Denn allein dadurch erfahren wir, wer wir selbst (geworden) sind über die Zeit.“
Sei auf Veränderungen vorbereitet
„Wem man Veränderungen aufdrückt, der drückt sich davor.“ Spencer Johnson
Es hat für mich eine ganze Weile gebraucht, um wirklich zu verstehen, dass alles seine Zeit, jeder Mensch sein eigenes Tempo, seine ganz eigene Art, seine eingebrannten Glaubenssätze und seine individuelle Lebensweise hat. Es ist verständlich, sich zu wünschen, dass alles beim Alten bleibt. Veränderungen könnten ja schaden. Vor allem macht sich leicht die Angst vor dem Ungewissen breit. Die Basis der Bewusstseinsarbeit ist immer Selbstreflexion: Wovor habe ich Angst? Wieso werde ich immer wieder von ihr gesteuert und drücke mich vor längst überfälligen Entscheidungen? Wieso kann ich alte Überzeugungen (noch) nicht loslassen und tappe immer wieder in dieselben Fallen? Mache ich es mir zu bequem? Traue ich mich, ich selbst zu sein?
Um Antworten zu geben, braucht es die Fähigkeit, sich zu entspannen. Die nimmermüde Plapperstimme im Kopf schlafen zu legen. Kraft und Selbstwirksamkeit in sich selbst zu entdecken.
Wenn wir unsere Denkmuster verändern, verändern wir auch unser Verhalten. Wir drücken uns dann nicht mehr vor Veränderungen. Wir sind vorbereitet, passen uns flexibel an, bleiben am Steuer und freuen uns sogar darauf. Dann drücken wir uns nicht (mehr) vor dem sich verändernden Leben. Wir drücken unserem Leben unseren ganz eigenen Stempel auf.
Von Erfahrung, Entscheidungen und Weichen
Gestern sagte mir ein Feuerwehrmann aus Achenkirch, dass am Mariensteig jedes Jahr Menschen abstürzen. Ich habe aufmerksam zugehört, neugierig nachgefragt. Habe seine Sicht verstanden. Heute ging ich achtsam meiner Wege, so wie ich mir das vorgenommen hatte. Oft geben wir den Erfahrungen anderer so viel Raum, dass wir von unseren eigenen Plänen ablassen. Dabei ist es (nur) ihre Sicht der Dinge, ihre Wirklichkeit. Wenn wir gut hinhören, was andere sagen, fragen, von unseren Ideen erzählen, können wir uns annähern, voneinander lernen, von unseren (oft engen) Wirklichkeiten abrücken und vertrauensvoll immer mehr neue Erfahrungen machen. Achtsam. Präsent. Voll Freude. Denn es sind unsere Erfahrungen, aus denen wir unser Leben bauen. Auf Erfahrungen greifen wir (unbewusst) bei all unseren kleinen und großen Entscheidungen zurück…und stellen damit Weichen.
Boote kommen und gehen
„Ein Mann sitzt in seinem Boot, als er ein anderes auf ihn zukommen sieht. Er wird nervös. Das Boot kommt immer näher. Er ruft und bemerkt dabei, das Boot ist führerlos. Er kann einen Zusammenstoß nicht vermeiden. Sein Boot nimmt einen Schaden. Er ist erstaunt, bindet das 2. Boot fest und bringt es zum Ufer.“
„Ein Mann sitzt in seinem Boot, als er ein anderes auf ihn zukommen sieht. Er wird nervös. Das Boot kommt näher. Er ruft. Der Mann auf dem anderen Boot reagiert nicht. Schläft er? Ist er betrunken? Macht er das absichtlich? Die Boote stoßen zusammen. Der Schaden ist genau der gleiche wie in der oberen Geschichte. Immer noch reagiert der Mann auf dem 2. Boot nicht. Der Mann auf dem 1. Boot ärgert sich maßlos, schimpft und flucht. Das 2. Boot fährt weiter.“
Boote kommen und gehen. Führerlos, manövrierunfähig oder gezielt gesteuert. Das ist Leben. wie in diesen Geschichten aus dem Zen. Alles fließt. Was wir tun können: unser eigenes Boot leer und leicht machen und es immer besser steuern lernen, um Kollisionen zu vermeiden. Wie auch immer. Es ist gut, wie es ist.
Manche sind stark an den gebrochenen Stellen
„Die Welt bricht jeden und danach sind manche stark an den gebrochenen Stellen.“ Ernest Hemingway, In einem andern Land
Es bleibt für jede und jeden von uns zu reflektieren, wo genau wir (auf-)gebrochen wurden und wo wir genau dadurch stärker geworden sind. Eine meiner größten Erkenntnisse ist, dass die Menschen nicht alles gegen mich getan haben oder tun. Dass ich ihnen durch mein Verhalten (zufällig) einen Spiegel vorgehalten habe, in den sie (noch) nicht sehen wollten oder konnten. Selbstreflexion ist nicht einfach. Alles hat eben seine Zeit. „Menschen machen die Dinge, die sie tun, für (gegen) sich. Jeder hat recht in seinem eigenen Angst- und Denksystem.“ Jens Corssen
Aus meinem Denksystem heraus verhalten sie sich vielleicht ungünstig. Doch das ist ganz allein meine Wirklichkeit und mein Problem. Ich kann bewusst entscheiden, wie ich agiere. Wir alle stehen immer an verschiedenen Punkten. Entwickeln und verwandeln uns in unserem eigenen Tempo. Auf unsere eigene Weise.
Am Ende des Weges
Am Ende des Weges. „Menschen wollen nicht glücklich sein. Sie wollen einen Grund zum Glücklichsein.“ Viktor Frankl. Haben wir diesen Grund (gefunden), können wir selbstbestimmt(er) leben. Wir wissen, es gibt Höhen und Tiefen. Schwierigkeiten, neue Ideen, Schmerzen, Misserfolge, Lösungen, Zeichen, Engel am Weg… Wir wissen, wir können lernen, uns erden und werden letztlich geführt, wenn wir darauf vertrauen wollen. Wir sind niemals allein. Obwohl wir alleine gehen. Knie an Großhirn: „Bist du deppat, jetzt reicht’s aber wirklich bald.“ Großhirn an Knie: „Keine Panik! Mach einfach weiter! Wir sind bald am Ziel. Dann kümmere ich mich noch besser um dich. Denn nach dem Ziel kommt ein neues Ziel.“ Vamos!










