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Friedensfähig. Stufe für Stufe.

„Wer friedensfähig sein will, muss von sich immer sagen: „Ich bin auch das Problem. Der andere hat immer auch recht. Wir wollen uns verstehen in unserer Verschiedenheit.“ Liebesfähig heißt: „Ich sorge dafür, dass es dir (dem anderen Menschen, dem Tier, der Natur) gut geht, weil ich ein geliebter bin. Demokratiefähig heißt, wir sind alle verschieden, wir habe alle gleiche Rechte, aber wir dürfen nicht die Mehrheit der Narzissten zulassen, sondern immer wie in einer ordentlichen Gruppendynamik um einen Konsens bemüht sein.“ Hans Joachim Maaz, „Friedensfähigkeit & Kriegslust“

All das gelingt vielleicht nicht auf einmal. Doch all das ist zutiefst menschlich und liegt in unserer Natur. Wenn etwas nicht in einem Schritt zu bewältigen ist, dann braucht es eben einfach mehr. Schritt für Schritt. Stufe für Stufe. Mit Liebe, Geduld, Gelassenheit, Engagement, Gleichmut und einer riesigen Portion Humor.

Dankbar leben

<<In dieser gegebenen Welt dankbar leben, heißt Sinn finden. Und in dem Maß, in dem wir Sinn finden, werden wir still. Dann fallen wir nicht mehr wie Hölderleins leidende Menschen „blindlings von einer Stunde zur anderen, wie Wasser von Klippe zu Klippe geworfen, jahrlang ins Ungewisse hinab.“>> Bruder David Steindl Rast

Wir selbst sind verantwortlich für das Gute und das Schlechte in unserem Leben. Dabei liegt es nicht an unseren Entscheidungen, die wir tun, lassen oder anders gestalten hätten können. Es liegt an unseren Bewertungen, wie wir empfinden. Es liegt immer an unseren Bewertungen, was gut oder schlecht ist. Die Dinge sind im Leben wie sie sind. Das Leben wird so, was wir aus ihm machen. Das einzig Gewisse ist das Ungewisse. Ein Leben lang und wohl darüber hinaus.

Selbstgespräche

„Petra, du kannst nicht alle und alles schönreden!“ Es gab Zeiten, da hätte ich das fast wirklich geglaubt. Dabei ist es wohl seit ich lebe meine Wahrheit, dass ich meine Einstellung immer wählen darf. Egal, was außen grade passiert. Diese Freiheit lasse ich mir nicht nehmen. Zugegeben ist es ein wenig tricky, das zu verstehen.

„Die meisten Menschen von uns rauben ihren Mitmenschen die Bereitschaft und Fähigkeit, freundlich und großzügig zu sein, durch eine feste Haltung und vorgefertigte Meinung ihnen gegenüber.“ Neville Goddard

Wir erschaffen uns unsere Welt durch unsere ganz eigenen inneren Gespräche. Selbst wenn wir ihnen nur selten aufmerksam zuhören. So funktioniert das mit unserem Unterbewusstsein. Wie innen, so außen. Dabei sollten wir die Dinge sehr wohl so sehen, wie sie eben sind. Jedoch liegt es in unserer Hand, mit unserer Vorstellungskraft und unseren Worten die Umstände zu erschaffen, die wir sehen möchten.

Vom Weiterleben

Ich bin grade am Lesen der Diplomarbeiten der laufenden Mentaltrainingausbildung. Immer wieder erfrischend und inspirierend. Mentaltraining ist eine große Stütze bei Entscheidungen. Unsere Entscheidungen bestimmen am Ende des Tages unser Leben. Also kann es nur gut sein, Verstand und Intuition immer wieder aufeinander abzustimmen. Das funktioniert am besten entspannt. Darum ist Entspannung ein wichtiger Teilbereich des Mentalen Trainings. „Gerald Hüther verweist oft auf die Lachse, die vom Atlantik zum Ablaichen in die Flüsse schwimmen. Solange der Paarungsinstinkt aktiviert ist, wird die Stressreaktion unterdrückt. Wenn aber die Paarung und Ablaichung beendet ist und die Lachse sich erschöpft in den seichten Flüssen wiederfinden und rundum das Sterben ihrer Artgenossen beginnt, dann erscheint der Tod in dieser Stresssituation für sie als ihr unausweichliches Schicksal. Werden die Lachse aber von den Flussoberläufen nach der Paarung zurück in das Meer und damit aus der Stresssituation gebracht, so leben sie weiter. Das ist schon sehr erstaunlich! Wenn man die erschöpften Lachse aus dem trostlosen Umfeld des Sterbens holt, dann leben sie einfach weiter. (Gerald Hüther, Biologie der Angst).“ Quelle: Diplomarbeit A.C.

Was bleibt…

Was bleibt von mir, wenn ich wieder gehe? Welches Leben will ich gelebt haben?

Wenn wir mit uns im Reinen sind, leben wir die Antwort auf diese Fragen sehr bewusst. Wir sind dann quasi die Antwort. Jeder Tag unseres Lebens ist nicht einer mehr, sondern einer weniger. Also sollten wir jeden einzelnen Tag im Laufe unseres Lebens noch bewusster leben.

Was bleibt von mir, wenn ich wieder gehe?

Inspiration und ganz sicher auch Irritation.

Welches Leben will ich gelebt haben?

Ein Leben in Verbundenheit mit Natur und Mitmenschen. Ein Leben, das viele Geschichten geschrieben hat, die andere ermutigen. Ermutigen wozu? Lernen, Entwicklung, wachsende Bewusstheit, Mut zu Entscheidungen, keine Angst vor irgendwem oder irgendwas, Wiederaufstehen und Wiederanfangen, Verzeihen, Liebe als größte Macht, weg von Ohnmacht und Schuldzuweisungen, Verantwortung übernehmen, Frieden stiften, Spiritualität leben, Flexibilität sein, Vernetzen, Lachen, Humor, Humor, Humor, Freundlich sein, Ehrlichkeit.

Was bleibt von dir, wenn du wieder gehst? Welches Leben willst du gelebt haben?

Ortswechsel

Ich bin mit meinem Yogaunterricht in Gols in die Summerkuchl der noch „Neuen Mitte“ übersiedelt. Dabei gibt es wieder viel Neues zu beachten und zu lernen. Veränderung ist etwas sehr konstantes in unserem Leben. Nichts bleibt so, wie es ist. Auch wenn wir das nicht immer wahr haben wollen, gerade dann nicht, wenn das Leben gerade angenehm ist. Veränderung leben lernen können wir am besten, wenn wir selbst immer wieder für Veränderungen sorgen. Ganz besonders dann, wenn diese Veränderungen unser Leben bereichern, wir uns dadurch selbst herausfordern und neue Fähigkeiten entwickeln. Die Neurogenese, das Nervenzellwachstum, im Hippocampus wird durch Neues angeregt. Wenn wir uns Neuem vertrauensvoll stellen, bleiben wir mental flexibel und steigern unsere Selbstwirksamkeit und unser Verantwortungsbewusstsein. Alles, was wir heute vielleicht wie von Zauberhand automatisch tun, haben wir irgendwann einmal von der Pike auf gelernt. Ortswechsel helfen uns beim Weiterlernen, bringen uns zu neuen Ideen und Inspirationen, (noch) fremden Menschen und (noch) unbekannten Gegebenheiten. Genau dafür haben wir unser so großartiges Gehirn. Es ist ein Problemlösungsorgan. Warum sollte es wachsen und sich immer mehr vernetzen, wenn wir uns Veränderungen nicht stellen und immer schön alles beim Alten lassen?

Freundlichkeit wartet hinter jedem Menschen

„Nichts geht über Freundlichkeit“, sagte das Pferd.

„Sie wartet still hinter allen Dingen.“

aus: Der Junge, der Maulwurf, der Fuchs und das Pferd – Charlie Mackesy

In Freundlichkeit können wir uns jeden Tag üben. In unseren Familien und Beziehungen, beim Einkaufen, im Straßenverkehr, beim Spazierengehen, beim Sport, bei der Arbeit,… schier überall, wo wir Menschen begegnen.

Zu Menschen freundlich zu sein, die zu ihrer eigenen – aus welchem Grund auch immer – gerade keinen Zugang finden, ist besonders wichtig und wertvoll. Wären wir zu ihnen auch unfreundlich, würde das nur die Unfreundlichkeit vermehren. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Immer. Sind wir jedoch freundlich, erwecken wir die Freundlichkeit, die still hinter allen Menschen wartet. Manchmal dauert das eben seine Zeit.

Liebe ist

Liebe wird leider nicht selten nur mit romantischer Liebe gleichgesetzt. Dabei ist sie viel, viel mehr. Liebe versteckt sich in vielen kleinen Details im Alltag. Liebe ist die Kraft, die alles zusammenhält und miteinander verbindet. Sie hat eine hohe Frequenz, die unserem Körper auf verschiedenen Ebenen Heilung bringt. Wir müssen sie nur auch zulassen und bewusst bemerken.

Beziehungen enden nicht, weil die Liebe endet. Sie enden, weil Verständnis und Geduld füreinander sowie Freundlichkeit und Güte enden (frei nach Jay Shetty-8 Rules of Love).

Wenn sich also eine Beziehung in eine Richtung entwickelt, die sich für uns gut anfühlt, dann machen wir wahrscheinlich Vieles richtig. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollten wir uns die Frage stellen, wie sehr wir bereit sind, uns selbst weiterzuentwickeln. Sind wir das nicht, kann selbst eine Trennung liebevoll erfolgen. Zugegeben braucht das ein sehr hohes Bewusstsein.

Sind wir bereit, Energie zu investieren und aneinander zu wachsen, können wir gleich an mehreren Punkten ansetzen:

Wir können…

…den Verstand schärfen, uns Wissen aneignen, um besser zu verstehen.

…immer wieder zur Ruhe kommen und Einkehr halten, um uns in Geduld zu üben.

…freundlicher und gütiger sein, als es von uns erwartet wird.

Und eines steht vielleicht über allem. Alles, was wir von anderen erwarten, sollten wir zuallererst und selbst geben. Dann handeln wir nicht aus einem Mangel. Alles ist dann nur Draufgabe und macht unser Leben noch reicher und erfüllter.

Von Disziplin und viel mehr…

Ich habe gerade einen für mich wirklich sehr wertvollen Vortrag zum 2. Mal gehört. Manche Inhalte höre oder lese ich zigmal. Ich integriere sie dann mehr oder weniger in mein Wissen und meine Erfahrung, um noch mehr Menschen zu erreichen, die sich bewusst persönlich weiterentwickeln können und wollen.

2 Zitate aus dem Vortrag von Thomas Frühwirth möchte ich hier mit dir teilen:

„Ganz egal wann der Tod kommt, aber wenn er eines Tages vor meiner Türe steht, dann möchte ich ihm öffnen, ihm Einlass gewähren, ihn anlächeln und ihm sagen: Ich habe in der Liebe gelebt und nicht NUR in der Zeit!“ Rabindranath Thakur

„Nur die Disziplinierten sind frei im Leben. Wenn man nicht diszipliniert ist, ist man ein Sklave seiner Stimmungen.“ Eliud Kipchoge

Wir können immer etwas tun, damit wir im Leben freudvoller und glücklicher werden. Doch es ist mitunter hartes Training, bis wir eingebrannte Glaubenssätze, die uns nicht gut tun, überschreiben. Diese Arbeit zahlt sich aber immer aus. Und ganz sicher wirken wir mit unserem selbst erzeugten Glück und unserer Freude auf die Menschen in unserer Umgebung.

https://vulkantv.at/…/vortrag-thomas-fruehwirth-wahre…/

Nichts existiert unabhängig. Balance im Inneren. Balance im Außen.

Gestern fand der 4. und letzte Workshop unserer Reihe „Wege zur inneren Balance“ statt.

Innere Balance? Je schneller wir die Verantwortung von der Außenwelt zurück zu uns selbst in die Innenwelt holen oder sie gleich dabehalten, umso handlungsfähiger und flexibler sind wir im Denken, Fühlen und Tun. Sehen wir stets in anderen und in den jeweiligen Umständen die Ursachen für das, was uns im Leben passiert, sind wir im Inneren starr. Andere und gegebene Umstände können wir in erster Linie nicht ändern. Wir können das aber selbst tun. Uns ausbalancieren. ⚖️ Und dann? … In zweiter Linie ändern sich andere durch und mit uns und wir erschaffen die Umstände, die wir sehen wollen in der Welt.

„Alles ist ineinander verwoben.“

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