Sommer in Skiathos, Gedanken Tag 11:
„Kränkungen sind ein Prototyp für Störungen in Beziehungen zwischen Menschen und dem Unfrieden in den Menschen selbst. In der Kränkung brechen wir nicht nur den Kontakt zu dem oder den anderen ab, sondern auch zu uns selbst. Wir verlieren den inneren Zusammenhalt und fühlen uns nicht mehr eins mit uns, sondern gespalten oder zerrissen.“ Bärbel Wardetzki
Wir verlieren uns und dabei den Zugang zu unserem logischen reflektierten Denken. Genau letzteres aber kann uns gemeinsam mit unserem Humor helfen, die Kränkung zwar wahrzunehmen, aber nicht (mehr) aggressiv oder depressiv auf sie zu reagieren. Schon mit ein paar tiefen Atemzügen können wir die „Pause Taste“ drücken und Distanz zwischen der angetriggerten alten Wunde und der oft automatisierten Reaktion schaffen. Wir können uns wieder sammeln, konzentrieren und ausbalancieren. Was bringt es, wenn wir unversöhnlich bleiben, Schuld zuweisen und uns dadurch selbst in die Opferrolle begeben? Was bringt es, wenn wir unsere Beziehungen auf´s Spiel setzen? Vielleicht Vereinsamung, Scham, Eigenbrödelei, Angst, Wut? Besserwisserei? Krieg? Krankheit? Wenn wir mehr Freundlichkeit, Liebe und Gesundheit im Leben wollen, sollten wir öfter einmal die „Pause Taste“ drücken. Dann haut uns auch der stärkste Sturm auf Dauer nicht um und schon gar nicht behindert er uns am Weiterwachsen.










