Workshop „In Resonanz gehen – Resilienz stärken“ – Psychosoziale Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen: „Resonanz“ ist ein akustisch-physikalischer Begriff. Sie entsteht, wenn durch die Schwingung des einen Körpers die Eigenfrequenz des anderen angeregt wird. Schulen sind Resonanzräume. Hier könn(t)en Schüler*innen und Lehrende voneinander und von vielfältigen Themen berührt und ermutigt werden. „Erst die Überwindung der alltäglichen Entfremdung erzeugt Resonanzen – und damit ein Verbundensein mit der Welt.“ Hartmut Rosa. Das Gefühl des Verbundenseins gibt Sicherheit und Vertrauen und stellt unsere „Empfangsfrequenz“ auf inneren Frieden, Freude und wertschätzende Beziehungen ein. Drei gute Voraussetzungen für ein glückliches, gelingendes, gesundes Leben.
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Außerhalb unserer Rollen …
Ich habe bei einer Tagung eine beeindruckende Frau kennengelernt. Sie meinte, wir wären uns quasi sofort auf Herzensebene begegnet, nicht in unseren Rollen. Je mehr wir bei uns selbst ankommen, wir wissen, was uns ausmacht, umso mehr fällt uns auf, dass viele Menschen ihre Rollen nicht verlassen können. Manche sind sogar vollkommen mit einer Rolle identifiziert. Dabei ist eine Rolle nur wie eine Verkleidung. Oder eben auch ein undurchdringliches Schutzschild. Die Rolle als Ehemann, Polizistin, Kindergärtner, Ärztin, Mutter, Straßenarbeiter, Koch, Chef, Lehrerin, … Es ist schon gut, wenn wir Rollen liebevoll, perfekt und professionell ausfüllen können. Und dennoch ist es ungemein wichtig und gesund, sie auch bewusst ablegen zu können -zumindest zeitweise-, um ganz wir selbst zu sein. Mit offenen Augen. Um zu erkennen, wem wir (auch) auf Herzensebene begegnen können. Wenn wir uns selbst öffnen, öffnen sich auch (immer mehr) Menschen in unserem Umfeld. Nichts existiert unabhängig. Alles ist mit allem verbunden.
Wer die Jugend fördert …
„Wer die Jugend verliert, verliert die Zukunft.“ Sabine Vilim. Es braucht ein großes Maß an Willen, Geduld, Klarheit und Selbstreflexion, um die Beziehung zu Jugendlichen zu halten. Und es braucht dafür nicht nur einen Menschen sondern ein Netzwerk aus bewussten Erwachsenen, gerade wenn es schwierig ist. Das Thema „mit der Jugend“ gibt es wohl schon seit Jahrtausenden. Doch die Jugend in der Social Media Welt gibt es erst seit kurzem. Und ganz ehrlich? Was braucht es, um Jugendliche nicht in diesem virtuellen Influencer-Dschungel zu verlieren? Dafür haben wir überhaupt noch keinen Plan. In dieser schnellen Entwicklung können wir immer weniger berechnen. Also braucht es einen Balanceakt, in dem wir uns alle gegenseitig unterstützen müssen, so er gelingen soll. Denn: „Wer die Jugend fördert, gestaltet die Zukunft.“
Was sind deine Erfahrungsregeln?
Im Buch „Das Chimp Paradox“ bin ich auf 3 „Wahrheiten des Lebens“ gestoßen:
1. Das Leben ist nicht fair.
2. Die Ziellinie wandert.
3. Es gibt keine Garantie.
Da kann ich nur applaudieren. Uns allen, die wir bei all den Irrungen und Wirrungen des Lebens den Humor und die Freude nicht verlieren. Und dadurch beides vielleicht in anderen wieder entfachen.
Lesen lehrt…
Ich bin mir nicht sicher, ob vor einigen Jahren mehr Menschen gelesen haben als jetzt. Und Lesen ist ja nicht gleich Lesen. Ich habe mir die vielen kleinen -meist gelben- Reclam-Hefte aus dem gymnasialen Deutschunterricht immer noch aufgehoben. Vielleicht lese ich sie irgendwann noch einmal, um auch zu verstehen, was die Autoren mit den vielen -viel zu kleinen- Buchstaben ausdrücken wollten. Damals hatte ich aus heutiger Sicht keine Chance dazu, was mich vom Lesen eher entfernt hat, als dass es mir näher gebracht wurde. Ich hoffe, das hat sich heute in Schulen verändert?! Ich wünsche mir das von Herzen. Denn: Lesen lehrt. Lesen lehrt Geduld. Lesen lehrt Beharrlichkeit. Lesen lehrt Kreativität. Lesen lehrt Vorstellungskraft. Lesen lehrt Reflexionsvermögen. Lesen lehrt Meinungsbildung. Lesen lehrt Stille. Lesen lehrt Ruhe. Lesen lehrt Verbindung. Lesen lehrt Kommunikation. Lesen lehrt …
In vielen Büchern finden wir verdichtete Weisheit. Wenn wir das als Menschheit endlich kapieren würden, würden wir viele schwerwiegende Fehler nicht immer und immer wieder und … wiederholen.
Vom Schatz und vom Vertrauen
»Es gibt ja zwei Arten von Vertrauen, das eine ist das Vertrauen „das wird schon irgendwie gut gehen“. Aber es gibt ein anderes Vertrauen, dass die Dinge letztendlich gut sind, egal ob sie gut gehen.« Dieser Satz von Thomas Steininger hat mich heute sehr inspiriert. Außerdem war er zufällig passend zur heutigen Taufe. In der Kirche sitzend, Lieder und Texte hörend habe ich mein Leben und das Leben meiner Kinder seit der Taufe reflektiert.
„Vergiss nicht, dass dein Herz dort ist, wo auch dein Schatz liegt. Und dass dein Schatz entdeckt werden muss, damit all das, was du auf dem Weg entdeckt hast, einen Sinn ergibt.“ Paulo Coelho, Der Alchimist
Manches ergibt für mich immer noch keinen Sinn. Doch auch das wird wohl gut sein. Es gibt offenbar noch Vieles zu entdecken.
Und das ein ganzes Leben lang.
Stimmigkeit
Firmeninterne Kommunikation kann nur gelingen, wenn unsere individuelle interne Kommunikation gelingt. Wenn ich gar nicht weiß, wer in mir aller das Sagen hat, wie soll ich dann meine Stimmen auseinanderhalten? Wen finde ich, wenn ich in mich gehe? Und falls da jemand ist, wie viele? Wer oder was will in mir gehört werden? Welche Stimme habe ich in meiner Kindheit unbewusst übernommen und hindert mich heute die meiste Zeit in meiner persönlichen Entwicklung? Welche Stimme sollte ich lauter drehen? Stimmige Kommunikation ist ein wichtiger Beitrag für Gesundheit. Für die eigene und für die von Unternehmen.
Vom Ausbrennen…
„…burn out…eine Erscheinung, die nach dem Gefühl der Überforderung, des Versagens oder als Gefühl des Ausgepumptseins auftritt…“
Wir haben die starke Angewohnheit, die Dinge nicht so zu sehen, wie sie sind. Wir sehen sie, wie sie sein sollten. Ständig im Vergleich Ist-Soll. Dies auf Basis unserer Erziehung, Kultur, Erfahrung, die Meinung anderer,… In dem Fall sind wir gefangen in einer Schleife. „Es kann noch perfekter sein.“, „Ich muss noch mehr tun.“ Achtsamkeit hilft, die Dinge dankbar so zu sehen, wie sie sind. Mentaltraining hilft, eingefahrene Gedankenwege zu verlassen und umzubahnen. Um dann das zu tun, was in unserer Macht steht. Beständig. Schritt für Schritt. Außerhalb der Überforderungsschleife. Hinein in ein Leben mit mehr Humor und Leichtigkeit. Mehr Gesundheit folgt dann auf dem Fuß.
Atemzug. Schritt. Besenstrich.
„Jede Situation ist ein Ruf, auf den wir zu horchen, dem wir zu gehorchen haben.“ Viktor Frankl. Wenn wir genau hinhorchen, dann werden wir erkennen, dass in einer Situation meist nicht alles neu für uns ist. Vieles erleben wir mehrmals. Wir dürfen uns erinnern, was an unseren vergangenen Reaktionen gut und zielführend war und was nicht. Und immer wieder gleich und anders agieren.
Bis zur nächsten Situation, in der wir gefragt sind.
„Atemzug. Schritt. Besenstrich.“
Vom erfüllten Leben
Womit ist eigentlich ein erfülltes Leben gefüllt? Ist ein unerfülltes Leben dann leer, wie eine leere Flasche, eine leere Packung. Liegt es dann an uns, es (wieder) aufzufüllen. Und womit? Wir reden oft in Floskeln, über deren Bedeutung wir nicht wirklich Bescheid wissen. Wir kennen meist den Akkustand unserer Smartphones. Doch wie steht es um unser erfülltes Leben? Das ganz eigene Leben. Tag für Tag. Da bedarf es bei den meisten Menschen doch ein wenig Überlegung. Eine Überlegung, die es wert ist. Eine Überlegung, auf die wir Worte und Taten folgen lassen können. Ein Leben lang.










