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Wer bist du? Was macht dich aus?

Glaubenssätze sind innere Überzeugungen, die wir im Laufe des Lebens übernommen oder selbstständig kreiert haben. Sie bestimmen, wie wir über uns selbst, über andere und die Welt im Allgemeinen denken und welche Meinungen wir uns bilden. Glaubenssätze wirken in unserem Unterbewusstsein wie ein Motor, der uns – zwar mit niedrigen Touren – unablässig antreibt. Meist kriegen wir gar nichts davon mit. So sind wir Menschen. Tragen die Glaubenssätze zu unserem Erfolg und unserem Wohlbefinden in Beruf und im Alltag bei, kann uns nichts besseres passieren. Ist es nicht so, können wir genau da ansetzen. Glaubenssätze entdecken und überlegen: „Von wem habe ich sie übernommen?“ „Betreffen sie wirklich mich?“ „Welche Glaubenssätze helfen mir im Leben weiter?“

Wirklich?

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Und wenn es eine allgemeingültige Wirklichkeit gibt, können wir sie dennoch unterschiedlich wahrnehmen? Wirklich? Oder schaffen wir mit unserer unterschiedlichen Wahrnehmung und Erfahrung unterschiedliche Wirklichkeiten?

Egal. Das wichtigste zum Finden von Gemeinsamkeiten -egal was wirklich ist- ist Zeit miteinander, Liebe, Spaß und Humor; ein klarer Verstand und die Fähigkeit, sich und andere kritisch zu reflektieren.

Hinter dem Horizont

„Es ist immer etwas hinter dem Horizont.“ José Andrés, Chefkoch.

Besser, wir wehren uns nicht gegen das Leben. Besser, wir nehmen eine offene Haltung ein. Besser, wir bleiben flexibel. Besser, wir kultivieren Freude.

Denn, was immer auch kommt, wir können es nie sicher wissen.

„Das Beste finde ich da, wo meine Komfortzone endet.“ ebd.

Vom Glück und glücklich Sein

Wir nennen es Glück, wenn wir gewinnen, einem Unfall knapp entgehen oder den Traumjob finden. Im Englischen steht dafür das Wort „Luck“. Glücklichsein wird oft nicht mit dem deutschen Ausdruck Glück verbunden. Im Englischen drückt dies „Happiness“ besser aus.

Bist du glücklich im Leben? Was immer auch kommt? Geht das überhaupt? Trägst du bei zu anderer Menschen Glück?

Leben spielt sich immer zwischen Polen ab. Tag-Nacht. Sonne-Mond. Gesundheit-Krankheit. Anspannung-Entspannung. Geburt-Tod. Freude-Trauer… Leben ist so! Dennoch wollen wir es oft nicht wahrhaben, wenn es uns mal nicht so gut geht, wir in einer schwierigen Lebensphase sind. Laut Robert Waldinger et.al. tragen Beziehungen am meisten zu unserem Glück und Wohlbefinden bei, letztlich zu unserer Gesundheit. Dabei haben Freundschaften eine sehr ähnliche Wirkung wie jahrelange Partnerschaften. Na da schau her! Da können wir doch einiges tun! Freundschaften fallen nicht vom Himmel. Sie pflegen sich auch nicht von alleine. Wir sind gefragt. Und dennoch ist es nur ein Faktor von vielen, mit Hilfe derer wir unser Lebensglück weiterentwickeln können. Leben heißt lernen. Mentales Training kann dabei eine wichtige Unterstützung bieten.

„Mein Senf“

Egal, wozu und wann wir unseren „Senf dazugeben“, kann das große Auswirkungen haben. Es wäre an der Zeit, dass wir als Gesellschaft achtsamer werden und im Blick haben, was wir bewirken wollen bzw. anrichten können. Worte spielen eine wichtige Rolle. Viel mehr wirkt beim Gesagten das, was mit ihm mitschwingt: unsere Mimik, Gestik, Körperhaltung sowie die Art und Weise, wie wir etwas von uns geben.

Kannst du dich auch an Situationen erinnern, die Jahre zurückliegen und dennoch auf Gefühlsebene sehr präsent sind? Im Guten wie im Schlechten. Situationen, die heute noch Stress in dir auslösen? Oder auch große Freude? Ein einziger Mensch kann einen großen Unterschied im Leben eines anderen machen.

Ein gutes Leben führen

„Wann, wenn nicht jetzt? Wenn nicht ich, wer dann? Wenn es auf mich nicht ankommt – auf jeden einzelnen von uns -, dann können wir alles vergessen.“ Wie oft sagen wir: „Was kann ich denn schon tun?“. Viel! Sehr viel! Wenn wir uns ernst nehmen – nicht wichtig -, dann achten wir ganz bewusst auf unseren „intuitiven Verstand“. Unsere Sinne sind weit offen: „Was will das Leben gerade von mir? Welche Antworten gebe ich auf das Verhalten anderer, auf Krankheiten, auf schwierige Situationen?“ Wir können lernen, immer bessere und nachhaltigere Antworten zu geben. „Wenn wir nicht an uns vorbei leben wollen, muss das, was wir tun, in uns stimmig sein. Dann trägt unser Leben unsere Unterschrift.“

Hast du ein gutes Leben oder führst du ein gutes Leben?

Einfach zum Nachdenken und – so du Lust hast und dir die Zeit nimmst – Nachhören:

Alfried Längle: Ein Gutes Leben führen

Die Sorge ist die Mutter der Angst

Wenn wir keine Angst haben, brauchen wir auch keinen Mut. Bis dahin ist es aber mitunter ein langer Weg. Aus evolutionsbiologischer Sicht gibt es nur zwei angeborene Ängste: die Angst vor großer Höhe und die Angst vor großer Lautstärke. Alle anderen Ängste haben wir erlernt und von anderen übernommen. Die allermeisten davon sind sehr diffus und in Sorgen verpackt. „Die Sorge ist die Mutter der Angst.“, sagt William Walker Atkinson. Wir Menschen sorgen uns gerne. Sorgen lassen uns nicht schlafen. Sorgen trüben Beziehungen. Sorgen dominieren Gespräche. Sorgen halten uns in destruktiven Situationen fest. Dabei treffen über 90% unserer Sorgen ohnehin nie ein. Also brauchen wir Mut. Mut, uns unseren Sorgen zu stellen – mit klarem, geordneten und reflektierten Verstand. Wenn die Sorge die Mutter der Angst ist, dann entziehen wir mit dieser inneren Arbeit unseren diffusen Ängsten den Nährboden und erleben ein Gefühl der Befreiung.

Fragen, fragen und nochmals fragen …

„Der Mensch ist lernfähig, aber unbelehrbar.“ Dieser Satz hat mich heute zum Nachdenken gebracht. Passend dazu habe ich ein Zitat von Günter Funke aus 2011 entdeckt: „Es ist unwürdig, einen Menschen immer nur zu belehren. Wer belehrt, fragt nicht mehr. Wenn wir würdevoll miteinander umgehen, dann werden wir uns fragen, fragen, fragen und nochmals fragen und nichts mehr behaupten und wissen. Im Dialog miteinander leben. Lass dich auf den Menschen unmittelbar ein und du wirst wissen, was das mit der Würde zu tun hat.“

Das Leben ist eine Uraufführung

Der Mensch hat immer einen Spielraum. Möge dieser Raum auch noch so klein und das Leben eng sein, es gibt Gestaltungsmöglichkeiten. nach Viktor Frankl

Wenn wir uns an diesen Möglichkeiten orientieren, dann leben wir auf. In einem guten Leben geht es immer wieder auch drunter und drüber. Das ist Leben. Immer mehr Bewusstsein für das eigene Leben zu entwickeln, bedeutet folgendes zu verinnerlichen: „Das Leben ist keine Generalprobe, es ist immer eine Uraufführung.“ Günter Funke

Mein Gewässer…

Viele unserer Denk- und Verhaltensmuster gehen auf Umstände zurück, die wir als Kind erfahren haben. Bewusst oder unbewusst. So manche Stimme, die uns (an)leitet und unsere Gefühle prägt oder färbt, ist gar nicht unsere eigene. Es sind die Stimmen anderer Menschen, die wir im Laufe des Lebens immer mehr zu unserer eigenen machen. Ist unser Leben gut, sind wir erfüllt und fühlen uns wohl, ist alles in Ordnung. Haben wir das Gefühl im Hamsterrad zu laufen, geht es uns nicht gut und sind wir unzufrieden, ist es eine gute Idee, unser Unterbewusstsein zu erforschen und damit die Herkunft unserer Stimmen.

Wozu?

Damit wir Strömungen erzeugen und nutzen, um in Gewässer zu treiben, in denen wir daheim sind.