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Nachhaltige Verwandlung … statt oberflächliche Veränderung

In einer Welt, in der alles aus den Fugen zu geraten scheint, genügen keine oberflächlichen Veränderungen (häufig als Projekt bezeichnet) mehr. In welchen Systemen auch immer.

„Veränderung ist eine Kleinigkeit, die kann man auch wieder zurückführen. Eine Verwandlung ist das, was es braucht, damit die Veränderung in einer neuen Weise integriert werden kann. Dann bleibt sie auch stabil. Wenn ich mich verändere, kann ich mich auch wieder zurück verändern. Wenn ich mich verwandelt habe, komme ich nicht mehr in den Ursprungszustand zurück. Es hat sich zu vieles an diese einmal erfolgte Veränderung in einem Bereich angepasst und dadurch alles verändert.“ Gerald Hüther

Vielleicht nimmst du dir Zeit für ein Interview mit Gerald Hüther:

Verwandlung statt Veränderung – Wie echte (pers. Anm.: Persönlichkeits-)Entwicklung beginnt

Beginne mit: „Wozu mache ich das?“

Kindern und Jugendlichen fehlt im Schulleben immer häufiger die Motivation. Mich wundert das in unserer schnelllebigen, digitalisierten Zeit nicht. Vielleicht ist aber genau die Digitalität ein (wieder) neuer Anlass, dass (immer mehr) Lehrende von rein verstandesmäßigen Bewertungen von Schüler*innen wegkommen. Wenn junge Menschen mit einer empathischen und intuitiven Sichtweise in ihrer Persönlichkeits- und Bewusstseinsentwicklung von Pädagog*innen geduldig und achtsam begleitet und geführt werden, finden sie viel eher ihr WOZU als alleingelassen im Wirrwarr der Onlinewelten. Ein Wozu basiert auf einer inneren Haltung, auf gefestigten inneren Werten. Ein Wozu gibt dem Leben Sinn. Wenn ein Mensch sein Wozu gefunden hat, wird er sich die für dieses Ziel oder diesen Weg notwendigen Informationen besorgen und die dafür nützlichen Fähigkeiten aneignen. Auch wenn das Misserfolge impliziert. Egal was du tust, fang mit der Frage an: „Wozu mache ich das eigentlich?“ Hast du darauf keine Antwort, entscheide dich …“Aber wofür bloß?“ Finde es heraus! Leben heißt lernen.

„Wir können lernen. Oder leiden.“

„…ein klarer bewusster Trainer ist kein neutrales Gegenüber, sondern ein katalytisches Element im Veränderungsprozess…“ von Menschen. Ich freue mich sehr und bin dankbar, dass heute wieder eine Gruppe den Lehrgang „Mental- und Bewusstseinstraining“ erfolgreich abgeschlossen hat. Unsere Welt braucht viel mehr Menschen mit der Bereitschaft zu lernen, einem hohen Bewusstsein und dem Fokus auf das Verbindende und Heilende. „Bewusstseinsarbeit beginnt nicht mit Tools, sondern mit dem (körperlichen und geistigen energetischen) Zustand.“ Das Leben steckt voller Möglichkeiten. Die Welt ist voller Chancen. Jeder Mensch hat das Potenzial, diese wichtige Arbeit zu tun. Jeder Tag ist der beste, um damit anzufangen.

Sei wie ein Löwe

Und wieder hat mich das Lesen der Diplomarbeit einer angehenden Mentaltrainerin dazu inspiriert, diese Gedanken zu teilen:

<<Wir sollten den Verstand meistern, um bewusst zu gestalten, statt von ihm beherrscht zu werden.

Der Verstand ist das Werkzeug, mit dem ich höherwertige Ziele formen kann.

Metapher aus der buddhistischen Weisheitslehre:

„Wenn du deinen Gedanken nachjagst, bist du wie ein Hund, der einem Stock hinterherläuft: Jedes Mal, wenn ein Stock geworfen wird, rennst du hinterher. Stattdessen sei wie ein Löwe, der, anstatt dem Stock nachzujagen, sich dem Werfer zuwendet. Man wirft einem Löwen nur einmal einen Stock.“>>

Immer wenn wir unbewusst und automatisiert einem Gedanken nachjagen, sind wir nicht DA. Dann sitzt oder steht unser Körper ohne Geist einfach so rum. Es ist quasi niemand in uns daheim. Wir kriegen gar nicht mit, was JETZT passiert. So können wir aber auch nicht bewusst auf das reagieren, was gerade in und um uns passiert. Meistens ist das schade, weil wir dadurch im Leben das Leben versäumen.

Wer bist du? Was macht dich aus?

Glaubenssätze sind innere Überzeugungen, die wir im Laufe des Lebens übernommen oder selbstständig kreiert haben. Sie bestimmen, wie wir über uns selbst, über andere und die Welt im Allgemeinen denken und welche Meinungen wir uns bilden. Glaubenssätze wirken in unserem Unterbewusstsein wie ein Motor, der uns – zwar mit niedrigen Touren – unablässig antreibt. Meist kriegen wir gar nichts davon mit. So sind wir Menschen. Tragen die Glaubenssätze zu unserem Erfolg und unserem Wohlbefinden in Beruf und im Alltag bei, kann uns nichts besseres passieren. Ist es nicht so, können wir genau da ansetzen. Glaubenssätze entdecken und überlegen: „Von wem habe ich sie übernommen?“ „Betreffen sie wirklich mich?“ „Welche Glaubenssätze helfen mir im Leben weiter?“

Wirklich?

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Und wenn es eine allgemeingültige Wirklichkeit gibt, können wir sie dennoch unterschiedlich wahrnehmen? Wirklich? Oder schaffen wir mit unserer unterschiedlichen Wahrnehmung und Erfahrung unterschiedliche Wirklichkeiten?

Egal. Das wichtigste zum Finden von Gemeinsamkeiten -egal was wirklich ist- ist Zeit miteinander, Liebe, Spaß und Humor; ein klarer Verstand und die Fähigkeit, sich und andere kritisch zu reflektieren.

Hinter dem Horizont

„Es ist immer etwas hinter dem Horizont.“ José Andrés, Chefkoch.

Besser, wir wehren uns nicht gegen das Leben. Besser, wir nehmen eine offene Haltung ein. Besser, wir bleiben flexibel. Besser, wir kultivieren Freude.

Denn, was immer auch kommt, wir können es nie sicher wissen.

„Das Beste finde ich da, wo meine Komfortzone endet.“ ebd.

Vom Glück und glücklich Sein

Wir nennen es Glück, wenn wir gewinnen, einem Unfall knapp entgehen oder den Traumjob finden. Im Englischen steht dafür das Wort „Luck“. Glücklichsein wird oft nicht mit dem deutschen Ausdruck Glück verbunden. Im Englischen drückt dies „Happiness“ besser aus.

Bist du glücklich im Leben? Was immer auch kommt? Geht das überhaupt? Trägst du bei zu anderer Menschen Glück?

Leben spielt sich immer zwischen Polen ab. Tag-Nacht. Sonne-Mond. Gesundheit-Krankheit. Anspannung-Entspannung. Geburt-Tod. Freude-Trauer… Leben ist so! Dennoch wollen wir es oft nicht wahrhaben, wenn es uns mal nicht so gut geht, wir in einer schwierigen Lebensphase sind. Laut Robert Waldinger et.al. tragen Beziehungen am meisten zu unserem Glück und Wohlbefinden bei, letztlich zu unserer Gesundheit. Dabei haben Freundschaften eine sehr ähnliche Wirkung wie jahrelange Partnerschaften. Na da schau her! Da können wir doch einiges tun! Freundschaften fallen nicht vom Himmel. Sie pflegen sich auch nicht von alleine. Wir sind gefragt. Und dennoch ist es nur ein Faktor von vielen, mit Hilfe derer wir unser Lebensglück weiterentwickeln können. Leben heißt lernen. Mentales Training kann dabei eine wichtige Unterstützung bieten.

„Mein Senf“

Egal, wozu und wann wir unseren „Senf dazugeben“, kann das große Auswirkungen haben. Es wäre an der Zeit, dass wir als Gesellschaft achtsamer werden und im Blick haben, was wir bewirken wollen bzw. anrichten können. Worte spielen eine wichtige Rolle. Viel mehr wirkt beim Gesagten das, was mit ihm mitschwingt: unsere Mimik, Gestik, Körperhaltung sowie die Art und Weise, wie wir etwas von uns geben.

Kannst du dich auch an Situationen erinnern, die Jahre zurückliegen und dennoch auf Gefühlsebene sehr präsent sind? Im Guten wie im Schlechten. Situationen, die heute noch Stress in dir auslösen? Oder auch große Freude? Ein einziger Mensch kann einen großen Unterschied im Leben eines anderen machen.

Ein gutes Leben führen

„Wann, wenn nicht jetzt? Wenn nicht ich, wer dann? Wenn es auf mich nicht ankommt – auf jeden einzelnen von uns -, dann können wir alles vergessen.“ Wie oft sagen wir: „Was kann ich denn schon tun?“. Viel! Sehr viel! Wenn wir uns ernst nehmen – nicht wichtig -, dann achten wir ganz bewusst auf unseren „intuitiven Verstand“. Unsere Sinne sind weit offen: „Was will das Leben gerade von mir? Welche Antworten gebe ich auf das Verhalten anderer, auf Krankheiten, auf schwierige Situationen?“ Wir können lernen, immer bessere und nachhaltigere Antworten zu geben. „Wenn wir nicht an uns vorbei leben wollen, muss das, was wir tun, in uns stimmig sein. Dann trägt unser Leben unsere Unterschrift.“

Hast du ein gutes Leben oder führst du ein gutes Leben?

Einfach zum Nachdenken und – so du Lust hast und dir die Zeit nimmst – Nachhören:

Alfried Längle: Ein Gutes Leben führen