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Hollywood Self-Coaching

Zwei Filme haben mich zu diesem Blog inspiriert. „Johnny“, Filmdrama von Daniel Jaroszek, 2022 und „Cloud Atlas“, Literaturverfilmung nach David Mitchells Roman Der Wolkenatlas, 2012. „Das wahre Wesen des Menschen zeigt sich in den Tragödien dieser Welt.“ Pater Jan Kaczkowski, genannt Johnny. Er hörte nie auf, an das Gute im Menschen zu glauben und zeigte genau dadurch bessere Wege auf. Selbst für Menschen mit einer kriminellen Vergangenheit oder argen psychischen Problemen, die in unserer Gesellschaft nicht selten keine nachhaltigen Chancen mehr bekommen. Doch genau nichts auf dieser Welt existiert unabhängig. Wenn wir das Gute in anderen erkennen, Vertrauen schenken und immer wieder Verantwortung übergeben, wird es uns selbst am Ende auch so ergehen. Wenn wir der Welt gegenüber immer misstrauisch sind, in anderen das sehen, was wir nicht haben wollen, dann wird uns die Welt genau so begegnen.

Die Welt ist unser Spiegel. Wir sehen im Außen, was in uns ist. Wenn wir sehr achtsam den Fokus auf die Dinge lenken, die uns gut tun und verbinden, dann verändern wir auch unser Innerstes positiv.

Leben ist nie statisch. Leben ist immer Bewegung. Jeder Mensch kann sein Verhalten hin zu aufrichtig, anständig und freundlich entwickeln. Letztlich zählt das Verhalten jedes einzelnen Menschen. Und dennoch werden „gutgläubige“ Menschen oft belächelt.

„Was willst du mit deinen Taten schon groß erreichen? Das ist doch lächerlich. Was ist schon ein Tropfen im Ozean?“

„Was ist ein Ozean gegen eine große Menge an Tropfen?“ aus Cloud Atlas.

Sei immer du selbst…

Als ich vor zwei Tagen einem Freund während eines Gespräches etwas fragte, fragte dieser wiederum mich, warum ich diese Frage stelle, dass sie aus dem Verstand käme und er nicht antworten würde. Ich hatte einen Nerv getroffen. Es ging dabei um ein ungutes Erlebnis in der Vergangenheit. Er hat die Frage dann doch beantwortet und ich habe ihn zum Nachdenken angeregt.

Die Aussage, dass man Fragen nicht stellen darf, die kommt aus dem Verstand. Das Herz lässt alle Fragen zu. Auch die, auf die es noch keine oder niemals Antworten gibt. Letztlich ist keine Antwort auch eine Antwort und bringt uns vielleicht dazu, endlich bessere und eindeutigere Fragen zu stellen.

Wir sollten keine Angst vor Ablehnung und Zurückweisung haben. Wir sollten unsere Fragen – so wie es Kinder in jungen Jahren noch unverblümt tun – gut überlegen und wertschätzend stellen.

Nichts existiert unabhängig.

Wir sind alle verbunden.

Durch diese Verbundenheit lernen wir uns selbst immer besser kennen.

Wir werden am Du zum Ich.

Also: Wer bist du? Wer willst du sein und welcher Mensch willst du werden?

#seiimmerduselbst #außerdukannsteineinhornsein

Von Stühlen, die uns (nicht) passen können…

„Alle wollen die Welt verändern, aber keiner sich selbst. Denn Veränderung fällt uns schwer.“ Leo Tolstoi

Grade eben hat mich das Lesen einer Diplomarbeit, die ein Teilnehmer im Zuge der laufenden Mentaltrainer*innenausbildung verfasst hat, zu diesem Beitrag inspiriert.

Wir sitzen gelegentlich auf zu großen Stühlen.

Wir meinen vielleicht, wir sind zu klein.

Wir denken eventuell, wir seien hilflose Opfer der Umstände.

Wir denken möglicherweise, nur unser Weg ist der einzig richtige.

Und wir denken und denken und denken … wie im Autopiloten auf unseren alten eingefahrenen Gedankenwegen, die uns im Grunde nicht glücklich(er) machen. Eventuell. Vielleicht.

Wenn uns im Außen etwas nicht gut tun, ist unsere einzige Chance, uns selbst nachhaltig zu ändern. Und das immer wieder. Selbst wenn es „nur“ unsere Einstellung ist. Das ist im Grunde ganz einfach…und doch auch das Schwierigste, das wir lernen dürfen in dieser Welt.

Wir sind es selbst. Wir sind die Veränderung.

Eine Riesenchance.

Eine wirklich großartige Chance.

Egal wo uns das Leben gerade hingestellt oder -gesetzt hat.

http://www.neurotunes.com/akademie/ausbildungen/mentaltraining/

Der Affe im Kopf

Unter „Monkey Mind“ versteht man einen „unsteten Geist“ oder ein „Gedankenkarussell“.

Die Ursache vieler Leiden.

Dazu passen folgende Zeilen: „Das Spiel des Lebens ist ein Bumerangspiel. Unsere Bedürfnisse, Gedanken und Worte kehren früher oder später mit erstaunlicher Genauigkeit zu uns zurück. Wir können unsere Lebensumstände ändern, indem wir unsere Aussagen ändern.“ Florence Scovel Shinn, aus dem Buch: Das Spiel des Lebens 1925

Unsere Aussagen können wir ändern, indem wir unsere Gedanken sortieren und fokussieren lernen. Mit etwas Übung gelingt das immer leichter. Wir nehmen bewusst Einfluss auf das, was wir sagen und senden bewusst die Energie aus, die wir sehen wollen in der Welt.

Entspannung ist ein Schlüssel…

Ich bin sehr dankbar, Multiplikator*innen lehren zu dürfen. Diesmal angehende Entspannungstrainer*innen. Wenn das dann auch noch an einem Ort mitten in der Natur ist, erfüllt mich das noch mehr mit Dank. Und großer Freude.

„Wir stellen am Ende immer das her, was wir in uns haben.“ Dr. Mirriam Preuß.

Wie oft leiden wir an (zumeist unbewusst übernommenen) destruktiven Glaubenssätzen, halten krampfhaft an Vergangenem fest oder kämpfen aussichtslose Kämpfe, die wir niemals gewinnen werden. Das wirkt sich auf unser Denken und unser Verhalten aus. Wir reagieren dann vielleicht unbewusst und blitzschnell, „vergiften“ uns selbst und unsere Beziehungen durch kränkende Worte, anstatt überlegt zu agieren, um Herausforderungen gut zu meistern.

Entspannung hilft, Gedanken zu sortieren und uns neu zu orientieren.

Entspannung hilft, immer mehr zu entdecken, was uns wirklich ausmacht. Was unsere Stärken sind. Wofür es sich lohnt, aufzustehen und durchzuhalten.

Entspannung hilft, immer wieder in Balance zu kommen.

Die ständige Weiterentwicklung der eigenen Entspannungskompetenz ist die Basis, um unkontrollierte Stressreaktionen immer mehr zu vermeiden.

Weniger Stress bedeutet mehr Energie. Mehr Wohlbefinden. Mehr Gesundheit. Mehr Freude im Leben.

So können auch König*innen mit Ruhe und Gelassenheit einfach mal so vom Spielfeld spazieren, wenn das so für sie passt.

Loslassen setzt Ressourcen in uns frei.

Energie und Zeit für neue Abenteuer.

Auf ganz neuen Spielfeldern.

Oder mit ganz neuen Ideen und Strategien wieder auf den alten Spielfeldern.

https://neurotunes.com/…/ausbildu…/entspannungstraining/

Mag kommen, was da will

„…es gibt nur zwei Dinge, die wichtig sind im Leben:

Das Eine, das du getan hast und das du bereust. Und das du nicht ungeschehen machen kannst.

Und dann das Andere, das du nicht getan hast, aber hättest tun sollen. Das du ebenso bereust. Aber dafür ist es jetzt zu spät.

Leicht zu sagen, dass diese Dinge unwichtig sind, weil sie vorbei sind. Aber sie sind es. Sie allein sind wichtig. Alles dazwischen ist überhaupt nicht wichtig…“

Filmzitat aus: Return to Montauk, Volker Schlöndorff, 2017

Alles dazwischen ist sehr wohl wichtig. Alles dazwischen ist Raum für Veränderung. Raum für Lernen. Dazwischen ist Zeit, immer wieder einmal die Arme zu verschränken und das Bewusstsein einzuschalten, um nachzudenken und bis in die letzte Zelle zu fühlen. Wenn wir es schaffen, aus diesen „zwei Dingen“ viel zu lernen, dann ist es Zeit, die Arme zu öffnen für das Leben. Um etwas bewusst ganz zu tun oder zu lassen, egal, was später daraus wird. Selbst dann, wenn unser Verhalten für andere komplett widersinnig und unverständlich erscheinen mag. Unser Leben können wir nur selbst leben. Niemand anderer kann das für uns tun.

Und wie ist das mit der Reue? Oder der Schuld? Beide wollen uns oft den gegenwärtigen Moment stehlen. Doch alles was vorbei ist, ist vorbei. Unwiederbringlich geborgen in unserer Vergangenheit. Das Gute, das uns mit Freude erfüllt, und das weniger Gute, das uns Schuldgedanken oder Opfergefühle beschert. Wenn wir JETZT bewusst(er) denken, fühlen und handeln und glücklich(er) leben, haben wir in Zukunft eine glückliche(re) Vergangenheit. Wenn wir „glauben und mutiges Vertrauen ins Leben“ haben, dann ist Folgendes ohnehin für uns sonnenklar: „unsere Früchte nicht nach den Knospen zu berechnen“. Und: „Mir wird nichts mangeln. Mag kommen, was da will.“

Nicht jeder Same fällt auf fruchtbaren Boden.

Dennoch ist er da.

Jeder einzelne Same hat ein Potenzial.

Alles im Leben ist wichtig.

Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst.

Mit all seinen Facetten.

Zu Beginn.

Am Ende.

Und dazwischen.

Immer weiter.

Immer weiter.

Inspiration: Bruder David Steindl Rast, C.H. Spurgeon, Tobias Hermeling

Gott, was soll ich machen?

Lachen.

„Am Ende, glaube ich, gehen wir immer zurück nach Hause….Wir müssen demütig sein, denn wir neigen dazu, unser Denken auf unsere eigenen wenigen Erfahrungen zu begründen. Darum fordert uns die Weisheit alter Zeiten auf, die Geschichte zu kennen.“

Dr. Del Tackett

Unser Lachen und unser Humor unterscheidet uns ganz wesentlich von allen anderen Lebewesen auf dieser Welt.

„…wir sind einzigartig darin, in der Zeit zurückzugehen und unsere eigene Geschichte kennenlernen zu wollen.“ ebd.

Frei(er) werden wir, wenn wir im Jetzt Dinge ändern und mit immer mehr Gleichmut an unsere großen und kleinen Herausforderungen des Alltags herangehen. Das spart Adrenalin, fördert dadurch einen gesunden (Zell-)Stoffwechsel und macht klares Denken überhaupt erst möglich.

Wenn wir über uns selbst lachen können und all unsere und andere Tragödien nicht all zu ernst nehmen, wird unser Leben freudvoll(er).

Nichts passiert ohne Grund.

Lernen können wir immer.

Wir sind immer frei, unsere Einstellung zu wählen und selbst im größten Leiden einen Sinn zu sehen.

Wozu ist das eine Gelegenheit?

WIDEG ist eine Methode aus dem Mentalen Training.

Wozu Ist Das Eine Gelegenheit?

„Selig sind die Friedfertigen…“ habe ich gestern auf einer Karte, die die Schwester meines Urgroßvaters an ihn geschrieben hat, gelesen und sie schrieb auch: „mein ältester Bruder ist ein solcher.“

Viktor E. Frankl im Gespräch mit seiner verzweifelten Tochter, als sie einen Fünfer auf eine Mathematik Schularbeit bekommen hat. (Er bezieht sich dabei in der Vorlesung auf Schülerselbstmorde.): „Du hast doch gelernt in Latein <Non vitae sed scholae discimus>, dass du nicht für die Schule, sondern für das Leben lernst… Du wirst diese Mathematik, in der du da versagt hast, sicher im Leben auch brauchen…Aber pass einmal auf. Viel, viel dringender als diese Mathematik wirst du etwas anderes brauchen. Du sagst ja, dich kränkt doch nur so, dass die Professorin dir eine ungerechte Note, einen ungerechten Fünfer gegeben hat… Jetzt pass einmal auf. Du sollst für das Leben lernen. Glaub mir, viel mehr als diese mathematische Rechenoperation, in der du versagt hast, wirst du in deinem Leben einmal brauchen, bitter brauchen, ein Unrecht einstecken und wegstecken zu können. Darüber hinwegzukommen. Dazu hast du jetzt die Gelegenheit. Und das ist viel mehr wert, das du jetzt nachlernen kannst, als dass du diese mathematische Rechenoperation richtig erlernst oder nicht.“

„So können wir Wertrangordnungen immer wieder in Ordnung bringen und zurechtrücken. In vermeintlich so banalen Situationen kann sich so etwas zeigen.“

Die ganze Vorlesung Frankls findest du hier:

„So verändert dein Strahlen die Welt.“

Heute Vormittag habe ich in meinem Kopf nach einer Überschrift für diesen Blog gesucht. Schwupsdiwups schickt mir mein lieber Freund Markus Füllenhals „zufällig“ ein Bild, auf dem ich meine Überschrift gefunden habe. Wenn wir aufhören zu suchen, finden wir unsere Antworten und Lösungen. Manchmal auch neue bessere Fragen. Gar nicht selten durch andere Menschen – sogar wenn diese weit weg sind oder gar nicht mehr da sind. Es gibt eine ganz besondere Verbindung zwischen uns allen, die wir über unsere „Unihipilis“ (hawaiianisch für „Unbewusstes“, „Unterbewusstsein“, persönlich gefällt mir der Begriff „Körperweisheit“) aufbauen können. Diese Verbindungen spannen sich wie ein unsichtbares Netz über die ganze Erde. Dieses „Unihipili“ in uns ist auf dem Bewusstseinsstand von einem etwa fünfjährigen Kind. Aus ihm kommen Trotzreaktionen, Besserwisserei, Rechthaberei, mangelnder Selbstwert oder diffuse Existenzängste. Es kann eine große Last oder ein ungeheuer wertvoller Schatz für uns sein. Je nachdem wie bereit und offen wir sind, unser Bewusstsein zu erweitern und unsere Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Je klarer und bewusster wir werden, umso heller leuchtet dieses kleine Kind in uns allen und umso mehr sind wir an etwas Größeres angebunden – für mich ist das Gott. Das gibt Vertrauen, dass immer alles gut wird, egal wie schwierig etwas gerade ist. Das Vertrauen, dass immer „zufällig“ Hilfe kommt.

Wer es wissenschaftlich haben möchte: „Man kann Ideen haben und die Begründung ist vollkommen falsch. Die Idee ist aber richtig. Irgendwie funktioniert da etwas in unserem Gehirn, das viel besser ist, als die logische Grundlegung dessen, was wir sagen.“ Anton Zeilinger über seinen Lehrer Helmut Rauch

Liebe Mütter! Liebe kleine und große Kinder!

Euer Strahlen verändert die Welt.

Lasst es euch nicht nehmen.

Umgebt euch mit Menschen, die sich wie Sonne anfühlen.

Seid die Sonne.

Das wünsche ich euch.

Aus tiefstem Herzen.

Denn diese Welt hat definitiv viel Strahlen nötig.

Happy Muttertag!

Die Geschichte von der Weinputte

Alles in unserer Vergangenheit macht uns zu dem Menschen, der wir heute sind – unsere Schwierigkeiten genauso wie all das Schöne und Gute. Leben kann immer auch Lernen heißen, wenn wir das wollen. Wir können uns eine immer bessere Vergangenheit erschaffen, wenn wir in Echtzeit den Fokus auf Lösungen richten. So bekommen wir immer mehr Fähigkeiten an die Hand, um die nächsten Herausforderungen noch kompetenter und unaufgeregter zu meistern. Gestern war ich im Haus meiner Großeltern. Dieser Ort erinnert mich stets an meine Kindheit. Vieles ist heute noch so, wie es damals war. Die Weinputte auf dem Bild ist bestimmt schon von meinem Urgroßvater. Ich dachte gestern, wie schwer sie doch gewesen sein muss…aufgeweicht vom Saft der Weintrauben, die darin mühevoll am Rücken durch den Weingarten zum Wagen getragen wurden. Es ist gut, dass heute so Vieles in der Landwirtschaft und im Leben leichter zu bewerkstelligen ist. Es wäre besser, wenn wir uns dennoch immer wieder dankbar und demütig an unser aller Vergangenheit erinnern und immer weiter lernen. Um nicht in alte Fallen zu tappen, die uns das Leben jeden Tag aufs Neue stellt.